215er Reifen / Lada Angebot

rund um die Rad-Reifen-Kombinationen

Moderator: christian@nivatechnik.de

hexer
Beiträge: 65
Registriert: 12. November 2010, 11:35

215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von hexer »

Hallo zusammen,

eigentlich muss ich mich von meinem Niva ja trennen (siehe Biete) aber noch habe ich ihn ja und bei dem bescheidenen Wiederverkaufswert bleibt er vielleicht doch noch länger mein eigen :mrgreen:

So treibt mich dann (wie schon seit langem) die leidige Reifenfrage um. Der Optik wegen, würde ich ja gerne 215er fahren. Daran hindern mich zwei Umstände (neben den paar Euro fünfzig...):

- ich habe hier gelesen, dass 215er schon mal an den (Kunststoff-) Innenkotflügeln scheuern können (siehe http://nivatechnik.de/viewtopic.php?f=5&t=7751) und demnach der TÜV so was eigentlich auch nie freigeben dürfte
- und, dass wenn man so breite Reifen fahren wollte, grundsätzlich erst mal das verbauen müßte, was der TÜV ''Ausstellen der Heckschürze und des Kotflügels oder durch Anbau von dauerhaft befestigten Karosserieteilen' nennt

Nun bin ich überrascht, dass Lada selber bei einem ihrer aktuellen Angebote (siehe http://lada.de/niva_4x4_aktuelle_angebote.html) einen Niva mit 215er Bereifung anbietet. Wenn das Problem mit dem Scheuern am Innenkotflügel tatsächlich bestände - wie hat dann Lada das Problem gelöst? Und was wurde verbaut um dem TÜV zu entsprechen?

Beste Grüße
Bernd
Benerall
Beiträge: 881
Registriert: 25. Mai 2010, 19:38

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von Benerall »

Servus Bernd,

keine Ahnung was genau du meinst, jedoch hab ich 215/75/15 auf Dotzfelge am Niva. Der Mensch von der Dekra hat sich das angeguckt, hat es eingetragen und fertig.
Benutzeravatar
Schraubfix
Beiträge: 698
Registriert: 29. Juni 2010, 19:46

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von Schraubfix »

Hallo Berndt,

dafür gibts ein Gutachten und fertig. Falls sich ein überpenibler Graukittel findet, wird eben der nächste besucht.... :mrgreen:
Selbst bei meinem 1996er waren schon ab Hersteller 215er als Alternativbereifung eingetragen (dazumal noch als Felge Mangels). Ich hab mich also an den Eintrag gehalten und fahre KL71 spazieren (jedoch auf Dotz-es wird wohl niemanden interessieren). Es tritt bei vollem Einschlag minimale Berührung der InnenKF auf-je nach Einfederung.

Schön, dass du den Niva behalten willst!

Grüße...Micha
Zuletzt geändert von Schraubfix am 9. Mai 2012, 11:39, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße....Micha

"Einmal Werkzeugmacher-immer Werkzeugmacher!" (Norbert Blüm) ******** Lada Niva 1700 SPi '96 ******** Lada 2102 '78 (Dornröschen) ******** usw.
Benutzeravatar
Uli1979
Beiträge: 4247
Registriert: 12. April 2008, 13:00

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von Uli1979 »

normalerweise stellt ein Prüfer den Niva nie voll in die Verschränkung, folglich kann er nicht merken daß sie in diesem Zustand (ohne Höherlegung) anstehen!
Die Abdeckung der Reifenlauffläche ist Ermessenssache, die meisten Prüfer lassen es in Kombination mit Schmutzfängern gelten!
Es is doch immer das Gleiche, nur anders....

guckst Du: http://www.youtube.com/user/Grobstollig

Sprinter 316CDi (Alltagsauto, Zugfahrzeug, Zweitwohnung, Teiletaxi)
Niva Only Bj. 2008 (zum Reisen, Fischen und Spaß haben)
Yamaha SR 500 Bj. 1979 (stillgelegt, wartet auf Wiederbelebung)
U403 Bj. 1968 OM352 (im Aufbau, Forst- und Sonntagsfahrzeug)
fehni
Beiträge: 954
Registriert: 2. Januar 2011, 22:20

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von fehni »

hexer hat geschrieben:- ich habe hier gelesen, dass 215er schon mal an den (Kunststoff-) Innenkotflügeln scheuern können
Notfalls für die TÜV-Eintragung die Innenkotflügel ausbauen.

Habe meine 205er auf den Dotz ohne Probleme eingetragen bekommen. Erst wurde ein halbe Stunde lang das Gutachten / ABE durchgelesen, der Prüfer hat den Niva dann auf die Hebebühne gestellt, hochgefahren, alles beäugelt, einige zeitlang die Felgenkennzeichnung gesucht, verglichen, den Absatz mit der Radabdeckung gelsen, geschaut und nur gesagt "Schmarnn", Papiere fertig gemacht und gut wars. Nix mit Verschränkung, Kurvenfahrt oder ähnlichen.


Gruß
Christian
smart forfour
Benutzeravatar
jeebee
Beiträge: 1031
Registriert: 9. Februar 2006, 13:55

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von jeebee »

Ich war letzten Mittwoch bei der Dekra in Rosenheim...die Qualität der Prüfer ist halt sehr unterschiedlich.
Der erste Prüfer meinte, die Räder könne er mit dieser (Dotz-) ABE nicht eintragen, weil mein Typ von Niva nicht
vermerkt wäre. :shock: Ich habe dem Mann dann mal beim Umblättern geholfen und dann hat er den richtigen Typ doch noch gefunden... :roll:
und als er gerade anfing sich vor der Motorhaube aufzubauen und genau zu betrachten, ob denn die 215 er MT`s nicht doch
ein bisschen aus dem Kotflügel vorstehen, kam dann dessen Kollege und meinte nur: 215er auf nem Niva? Hatte ich schon ein paar mal,
gib die Papiere her, ich mach das... :D und dann ging alles ganz schnell....
"Planung ersetzt den Zufall durch Irrtum"
Bild
Benutzeravatar
Uli1979
Beiträge: 4247
Registriert: 12. April 2008, 13:00

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von Uli1979 »

jeebee hat geschrieben:...kam dann dessen Kollege und meinte nur: 215er auf nem Niva? Hatte ich schon ein paar mal,
gib die Papiere her, ich mach das... :D und dann ging alles ganz schnell....
wieso wohl nur :mrgreen:
Es is doch immer das Gleiche, nur anders....

guckst Du: http://www.youtube.com/user/Grobstollig

Sprinter 316CDi (Alltagsauto, Zugfahrzeug, Zweitwohnung, Teiletaxi)
Niva Only Bj. 2008 (zum Reisen, Fischen und Spaß haben)
Yamaha SR 500 Bj. 1979 (stillgelegt, wartet auf Wiederbelebung)
U403 Bj. 1968 OM352 (im Aufbau, Forst- und Sonntagsfahrzeug)
hexer
Beiträge: 65
Registriert: 12. November 2010, 11:35

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von hexer »

So als unbedarfte Frage: Würde man das Problem des Schleifens an den Innenkotflügeln nicht auch durch eine Spurverbreiterung vermeiden können ö.,
Benerall
Beiträge: 881
Registriert: 25. Mai 2010, 19:38

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von Benerall »

Dann würden die Reifen zuweit draußen stehen und man bräuchte Kunststoffkotflügel. Auch gibt es glaube ich keine Spurverbreiterungen mit ABE.
Benutzeravatar
Mischa
Beiträge: 364
Registriert: 15. Januar 2008, 22:37

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von Mischa »

Schraubfix hat geschrieben:Hallo Berndt,

dafür gibts ein Gutachten und fertig. Falls sich ein überpenibler Graukittel findet, wird eben der nächste besucht.... :mrgreen:
Selbst bei meinem 1996er waren schon ab Hersteller 215er als Alternativbereifung eingetragen (dazumal noch als Felge Mangels). Ich hab mich also an den Eintrag gehalten und fahre KL71 spazieren (jedoch auf Dotz-es wird wohl niemanden interessieren). Es tritt bei vollem Einschlag minimale Berührung der InnenKF auf-je nach Einfederung.

Schön, dass du den Niva behalten willst!

Grüße...Micha
Bin nach Umstieg von Dotz-Cooper-Weathermaster-Winterrädern (Reifengröße 205/70 R15) auf die Original-Russen-Räder (HNBA 185/75 R16 auf Originalfelge) als Sommerreifen auf der Straße nicht mehr zufrieden (Bremsverhalten, Nässe). Fahre zu viel mit Gespann auf Schnellstraßen (B, AB) herum. Die BF Goodrich All-Terrain T/A 215/75 R15 auf Mangels-Felgen sind zu alt und abgewarzt, also steht ein Neukauf an. Außerdem wurden sie auf einem modifizierten Old-Man-Emu-Fahrwerk gefahren und ich habe nur den unmodifizierten M.

Der in diesem Forum gerühmteste Sommer-Geländereifen mit angemessenem Preisleistungsverhältnis ist der von Bernd erwähnte Kumho KL 71. Spitze im Gelände soll er dennoch einigermaßen komfortabel auf der Straße und ausreichend spursicher auch bei Nässe in Kurven und beim Bremsen sein. Das ist für meine Wohnwagentouren auch nötig. Und hier in Norddeutschland ist es eben einfach oft nass, genauso in "meinen" nächsten Mittelgebirgen wie dem Harz.

Also stehe ich bei meinem original Lada (Niva) M-Modell ohne Höherlegung mittels Distanzscheiben und mit Innenkotflügeln vorn und hinten, aber Drecklappen hinter jedem Rad vor der Frage: Kumho KL 71 195/80 R15, was hier am meisten gefahren und empfohlen wird, oder Kumho KL 71 205/80 R16 oder gar der Kumho KL 71 der Dimension 215/75 R15 jeweils auf den Mangels-Felgen. Letztere Größe auf Mangels-Felgen wurde von jemandem hier im Forum bereits ausprobiert.

Ich fahre derzeit kein extremes Gelände, sodass Verschränkungsprobleme nicht das Thema sein sollten. Der Niva ist eher auf der Straße oder auf schlechten Wegen unterwegs, als auf Wald, Feld und Wiese und er hat häufig was zu ziehen. Was wäre also zu empfehlen und was zu beachten? Tatsächlich ein 215er Reifen, wie ihn Lada zuletzt auf Serien-Nivas vom M-Typ aufziehen lässt, wie hier im Thread beschrieben?

Mischa
Lada Niva M 2010 LPG

Der Weg ist das Ziel und da möchte ich auch noch ankommen!
Benutzeravatar
Mischa
Beiträge: 364
Registriert: 15. Januar 2008, 22:37

Re: 215er Reifen / Lada Angebot: Ist breiter besser?

Beitrag von Mischa »

Mischa hat geschrieben: Also stehe ich bei meinem original Lada (Niva) M-Modell ohne Höherlegung mittels Distanzscheiben und mit Innenkotflügeln vorn und hinten, aber Drecklappen hinter jedem Rad vor der Frage: Kumho KL 71 195/80 R15, was hier am meisten gefahren und empfohlen wird, oder Kumho KL 71 205/80 R16 oder gar der Kumho KL 71 der Dimension 215/75 R15 jeweils auf den Mangels-Felgen. Letztere Größe auf Mangels-Felgen wurde von jemandem hier im Forum bereits ausprobiert.

Ich fahre derzeit kein extremes Gelände, sodass Verschränkungsprobleme nicht das Thema sein sollten. Der Niva ist eher auf der Straße oder auf schlechten Wegen unterwegs, als auf Wald, Feld und Wiese und er hat häufig was zu ziehen. Was wäre also zu empfehlen und was zu beachten? Tatsächlich ein 215er Reifen, wie ihn Lada zuletzt auf Serien-Nivas vom M-Typ aufziehen lässt, wie hier im Thread beschrieben?

Mischa
Bislang wollte sich noch niemand zu der Frage äußern. Die frühen Geländewagen des Militärs kamen ja in der Regel mit sehr hohen und eher schmalen Reifen daher. Mich interessierte nun, ob es überhaupt wesentliche Vorteile von Breitreifen gibt, wenn man mal die von Einigen gewünschte Optik vernachlässigt. Im weichen Wüstensand und bei manchen Schlammverhältnissen mögen möglichst breite Reifen mit niedrigem Luftdruck von Vorteil sein. Allerdings sollten sie nicht zu niedrige Querschnitte haben. Auf der Straße assoziiere ich Breitreifen mit Mehrverbrauch und echten Vorteilen nur in extremen Bremssituationen aber nicht bei Aquaplaning. Außerdem denke ich, dass breite und schwere Reifen das Fahrwerk mehr belasten. Ich fand im Internet dazu ein paar Informationen:

spiegel.de vom 27.10.2005

Sportliche Reifen: Je breiter, desto sicherer?

Breitreifen gehören zu den beliebtesten Artikeln, um ein Auto in die sportliche Spur zu bringen. Optisch erinnern breite Schlappen an Rennautos, technisch bieten sie mehr Aufstandsfläche auf der Straße und damit mehr Grip. Aber ist das überhaupt ein Vorteil?


Die Antwort auf diese Frage hängt selbstverständlich auch davon ab, wer sie gibt. Michael Lauer, Vorstandsmitglied des Verbands Deutscher Automobil-Tuner (VDAT), sagt zum Beispiel: "Breitreifen sind keineswegs nur Show, sondern können auch Leben retten und vor schweren Verletzungen bewahren." Diese Behauptung kann Lauer mit einem Vergleichstest stützen, den der VDAT in Kooperation mit dem Reifenhersteller Dunlop organisiert hat.

Bei dem Test traten zwei identische VW Golf IV mit Serienfahrwerk und ABS, aber unterschiedlicher Bereifung gegeneinander an. Auf dem einen Golf waren normale Serienreifen vom Typ Dunlop SP Sport 200 im Format 195/65 R15 aufgezogen. Der zweite Golf rollte auf Breitreifen, nämlich dem Modell Dunlop SP Sport 9000 der Größe 225/40 ZR18. Die Reifen des zweiten Modells waren also um jeweils drei Zentimeter breiter als jene des seriemäßig bestückten Fahrzeugs. Mit beiden Autos fuhren Testfahrer auf dem Dunlop-Prüfgelände in Wittlich zwei unterschiedliche Bremsversuche.

Beim Bremsen auf trockener Fahrbahn aus Tempo 100 kam der Golf mit den Normalreifen nach 44,40 Metern zum Stehen. Der mit Breitreifen bestückte Golf aber stand bereits nach 40,30 Metern still. An dieser Stelle hatte das konventionell beschuhte Auto noch eine Geschwindigkeit von 30,5 km/h. "Man kann sich leicht ausmalen, dass dieser gewaltige Unterschied bei einem Fußgänger, Radfahrer oder selbstverständlich auch für die Fahrzeugbesatzung selbst zwischen Leben und Tod entscheiden kann", sagt Verbandsmann Lauer. Tatsächlich sind 4,10 Meter eine ganze Menge, wenn es darum geht, ob eine Kollision vermieden werden kann oder nicht.

Den Bremsversuch wiederholten die Tester mit den beiden unterschiedlich bereiften Fahrzeugen auch auf nasser Fahrbahn, in diesem Fall wurde bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h voll verzögert. Das Resultat: Der Golf mit normalen Reifen stand nach 30,5 Metern, der Golf mit breiteren Pneus stand bereits nach 27,60 Metern still. In diesem Fall widerlegte der Vergleich das alte Vorurteil, dass Breitreifen zwar auf trockener Straße eine gute Haftung böten, aber bei Nässe einem herkömmlichen Pneu deutlich unterlegen seien. "Bei gleicher Profiltiefe ist der Breitreifen beim Bremsen und beim Handling eindeutig im Vorteil", sagt Dunlop-Techniker Harald Schmid.

In das uneingeschränkte Loblied auf den Breitreifen mag ADAC-Reifenexperte Ruprecht Müller nicht mit einstimmen. Zwar böten breite Pneus in den Disziplinen Bremsverhalten und Kurvenstabilität durchaus Vorteile gegenüber schmaleren Reifen, dem stünden jedoch auch ein paar Nachteile in anderen Bewertungskategorien gegenüber. "Bei der Wirtschaftlichkeit und beim Aquaplaningverhalten gilt in aller Regel, dass breitere Reifen ihren schmaleren Pendants unterlegen sind", sagt Müller.

Breite Reifen sind nämlich nicht nur in der Anschaffung teurer, sie nutzen sich meist auch schneller ab und erhöhen auf Grund des größeren Fahrwiderstandes auch den Spritverbrauch. Zudem schwimmen Breitreifen wegen der größeren Aufstandsfläche auf der Straße schon bei deutlich niedrigeren Geschwindigkeiten auf als schmalere Pneus. Mit anderen Worten: Die Aquaplaninggefahr steigt mit zunehmend breiteren Reifen.

Schließlich gibt es noch eine weitere Problemzone von Breitreifen, und die hat mit ihrem teilweise extrem niedrigen Querschnitt zu tun. Mitunter wirken die schwarzen Sportschlappen so, als seien sie nur noch als "Felgenschoner" aufgezogen, und sind nicht nur sehr unkomfortabel, sondern bergen auch ein Risiko. "Durch die immer niedrigeren Querschnitte verringert sich die Elastizität des Reifens drastisch", sagt Müller.

Die Folge: Wird der Untergrund ruppig, also etwa durch Schlaglöcher oder hervorstehende Absätze am Anfang und Ende von Autobahnbrücken, können wegen der reduzierten Federwirkung der Reifen die Felgen beschädigt werden. Dadurch kann dann die Luft aus dem Reifen entweichen. Wird dies nicht bemerkt, wird es gefährlich. Müller rät daher: "Wer Breitreifen mit niedrigem Querschnitt aufzieht, sollte auf jeden Fall auch Geld in eine Reifendruckkontrolle investieren."

Und noch einen Tipp sollten Autofahrer, die auf breitere Pneus umsteigen wollen, beherzigen. Die Umrüstung sollte stets mit einer Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung des Fahrwerks einhergehen. Die Kräfte nämlich, die durch Breitreifen übertragen werde, sind deutlich höher als jene, die auf ein Fahrwerk mit Serienbereifung einwirken.
Das würde jetzt für den Niva bedeuten, dass ein weniger breiter, dafür höherer Reifen auf der Straße den Verbrauch reduziert, weniger wiegt, das Fahrwerk weniger belastet und weniger zu Aquaplaning neigt. Auch die Geländeeigenschaften sind von gewissen Ausnahmen abgesehen eher besser. Mit dem breiteren Reifen ist allerdings meistens der Bremsweg kürzer. Davon abgesehen muss überhaupt geprüft werden, ob 215er Breiten wirklich genauso gut passen, wie 195er.

Mischa
Lada Niva M 2010 LPG

Der Weg ist das Ziel und da möchte ich auch noch ankommen!
Benutzeravatar
powdersnow
Beiträge: 8846
Registriert: 5. Januar 2008, 16:16

Re: 215er Reifen / Lada Angebot: Ist breiter besser?

Beitrag von powdersnow »

Spiegel hat geschrieben: Breite Reifen sind nämlich nicht nur in der Anschaffung teurer, sie nutzen sich meist auch schneller ab und erhöhen auf Grund des größeren Fahrwiderstandes auch den Spritverbrauch. Zudem schwimmen Breitreifen wegen der größeren Aufstandsfläche auf der Straße schon bei deutlich niedrigeren Geschwindigkeiten auf als schmalere Pneus. Mit anderen Worten: Die Aquaplaninggefahr steigt mit zunehmend breiteren Reifen.
Die schnellere Abnützung kann ich nicht nach voll ziehen. Punktbelastung ist geringer, Aufstandsfläche größer und auch der Reifen an sich fester (also weniger seitliches "Kippen").
Größerer Fahrtwiderstand ist relativ. Je nach Untergrund. Auf perfekt glattem Straßenbelag mag der Fahrwiderstand größer sein. Sobald es aber etwas uneben wird oder gar Steinig haben breitere Reifen weniger Fahrtwiderstand. So meine eigenen Erfahrungen.
Fahre ich einen 175-er und eienn 235-er mit dem selben Luftdruck ist der zu überwindende Hügel beim schamlen weit größer als beim breiten Reifen. Und das macht mehr aus als die größere Aufstandfläche mit den damit verbundenen größerem Reibungswiderstand. Dazu ein bereits anderswo gepostet Bild:

Bild

Eine Rolle spielt natürlich auch das größere Gewicht. Jedoch hauptsächlcih beim Beschleunigen, beim gleichmäsiges Fahren fällt dieser Punkt weg und es bleibt nur die erhöhte Beanspruchung vieler Fahrwerksteile.
Mischa hat geschrieben:Das würde jetzt für den Niva bedeuten, dass ein weniger breiter, dafür höherer Reifen auf der Straße den Verbrauch reduziert, weniger wiegt, das Fahrwerk weniger belastet und weniger zu Aquaplaning neigt. Auch die Geländeeigenschaften sind von gewissen Ausnahmen abgesehen eher besser.

Aquaplaning hält sich bei angepasstem Fahrstil sehr in Grenzen. selbst mit 235-er. Wir fahren ja alle samt nix Slickartiges sondern stets mit gutem Profil.
Mehrverbrauch ist für mich nicht wirklich feststellbar. Mit den 205-er DM V1 brauche ich nicht wirklich weniger. (dafür geht er halt auch spritziger _.., )
Im Gelände ist es schwer. Vorteile überwiegen meiner Meinung nach aber schon. Größter Nachteil ist beim niva das fehlende Drehmoment- aber dagegen gibts ja Abhilfe ,,..

Bremsverhalten ist mit breiten Reifen sehr gut, zum Blockieren gehört jetzt schon viel viel Beindruck dazu und ist auf trockener Fahrbahn schwer zu schaffen.

Mehrbeansprucht werden nur Verschleißteile, und das nicht übermässig.

Der größte Pluspunkt für mich ist der größere Fahrkomfort. Egal welcher Untergrund .v.

schöne Grüße Jakob
Niva 1600 2121-1 Bj.86, R.I.P. / Kalina 1400 1117 Bj. 11, ca.185tkm / Wachsam sein tut weh ohne Tatendrang
Benutzeravatar
Mischa
Beiträge: 364
Registriert: 15. Januar 2008, 22:37

Re: 215er Reifen / Lada Angebot: Ist breiter besser?

Beitrag von Mischa »

powdersnow hat geschrieben: Die schnellere Abnützung kann ich nicht nach voll ziehen. Punktbelastung ist geringer, Aufstandsfläche größer und auch der Reifen an sich fester (also weniger seitliches "Kippen").
Größerer Fahrtwiderstand ist relativ. Je nach Untergrund. Auf perfekt glattem Straßenbelag mag der Fahrwiderstand größer sein. Sobald es aber etwas uneben wird oder gar Steinig haben breitere Reifen weniger Fahrtwiderstand. So meine eigenen Erfahrungen.
Fahre ich einen 175-er und eienn 235-er mit dem selben Luftdruck ist der zu überwindende Hügel beim schamlen weit größer als beim breiten Reifen. Und das macht mehr aus als die größere Aufstandfläche mit den damit verbundenen größerem Reibungswiderstand.
Je nach Gummimischung und Profil liegen die Reifen nicht einfach plan auf dem Straßenbelag, sondern "verzahnen" sich und "kleben" auf dem Belag, insbesondere bei zunehmender Erwärmung während der Fahrt. Im Formel-1-Motorsport werden die Slicks sogar extra erwärmt, um diesen Effekt zu erhöhen. Dadurch erhöht sich die Haftung, was für die Kraftübertragung nützlich ist und zwar sowohl beim Beschleunigen wie beim Bremsen. Der Preis ist m. E. höherer Verbrauch von Sprit und Gummi auf der Straße. Übrigens, ein breiterer Reifen sollte auch einen höheren Windwiderstand bieten, aber vielleicht ist das zu vernachlässigen. Jedenfalls haben m. W. Einige hier in Abhängigkeit von breiteren, schwereren Reifen und den jeweiligen Profilen aus ihrer praktischen Erfahrung von einem Mehrverbrauch von 0,5-1 l/100 km geschrieben.
powdersnow hat geschrieben: Eine Rolle spielt natürlich auch das größere Gewicht. Jedoch hauptsächlcih beim Beschleunigen, beim gleichmäsiges Fahren fällt dieser Punkt weg und es bleibt nur die erhöhte Beanspruchung vieler Fahrwerksteile.
Zustimmung.
powdersnow hat geschrieben:
Mischa hat geschrieben:Das würde jetzt für den Niva bedeuten, dass ein weniger breiter, dafür höherer Reifen auf der Straße den Verbrauch reduziert, weniger wiegt, das Fahrwerk weniger belastet und weniger zu Aquaplaning neigt. Auch die Geländeeigenschaften sind von gewissen Ausnahmen abgesehen eher besser.
Aquaplaning hält sich bei angepasstem Fahrstil sehr in Grenzen. selbst mit 235-er. Wir fahren ja alle samt nix Slickartiges sondern stets mit gutem Profil.
Mag sein, dass das Aquaplaning für tendenziell langsamer fahrende Nivista (90-120 km/h) mit grobstolligen Reifen nicht der Aufreger ist, wobei Geschwindigkeiten über 80 km/h insbesondere in Kurven schon zum Problem werden können.
powdersnow hat geschrieben:Mehrverbrauch ist für mich nicht wirklich feststellbar. Mit den 205-er DM V1 brauche ich nicht wirklich weniger. (dafür geht er halt auch spritziger _.., )
Da würden mich weitere Erfahrungen anderer Fahrer interessieren, ob es da bemerkbare Unterschiede gibt. Ich erinnere mich, solches hier gelesen zu haben.
powdersnow hat geschrieben: Im Gelände ist es schwer. Vorteile überwiegen meiner Meinung nach aber schon. Größter Nachteil ist beim niva das fehlende Drehmoment- aber dagegen gibts ja Abhilfe ,,..
Welche Vorteile konkret? Hängt das nicht sehr vom Untergrund ab und z.B. davon, ob unter der Schmierschicht aus Matsch und Geröll durch schmalere, durchschneidende Reifen eher festerer Untergrund erreicht wird oder es von Vorteil ist, dass der Reifen auf der Oberfläche aufschwimmt, etwa bei tiefem losen Sand oder grundlosem Schlamm oder hohem weichen Schnee? Im Gelände sollte der Reifen auch möglichst hoch und nicht zu flach sein.
powdersnow hat geschrieben: Bremsverhalten ist mit breiten Reifen sehr gut, zum Blockieren gehört jetzt schon viel viel Beindruck dazu und ist auf trockener Fahrbahn schwer zu schaffen.
Da liegt für mich der größte Vorteil bei einem Fahrzeug wie dem Niva mit einem nicht all zu kurzem Bremsweg und bei der Notwendigkeit, ohne ABS und fehlende Airbags sowie Knautschzonen durch zusätzliche passive Sicherheit mittels optimiertem Bremsverhalten durch richtige Bereifung zu punkten.
powdersnow hat geschrieben: Mehrbeansprucht werden nur Verschleißteile, und das nicht übermässig.
Wenn alle aus den Fahrbahnunebenheiten herrührenden Schläge Kräfte sind, die durch Breitreifen stärker auf das Fahrzeug übertragen werden, trifft das für alle Teile, nicht nur die so genannten Verschleißteile zu, die stärkerer Abnutzung unterliegen. Manche Teile werden nicht so "abgenutzt", dass sie nach einer Zeit des Gebrauches sowieso bestimmungsmäßig ausgetauscht werden müssen, wie z.B. auch Stoßdämpfer. Andere Materialien ermüden schneller und erreichen vielleicht dadurch ein Lebensende deutlicher vor der Lebenserwartung des Gesamtfahrzeuges, z.B auch Wellen, Gelenke. Auch Radlager verschleißen schneller.
powdersnow hat geschrieben: Der größte Pluspunkt für mich ist der größere Fahrkomfort. Egal welcher Untergrund .v.

schöne Grüße Jakob
Und ist der Komfortzuwachs zwischen 195 und 215 - um diese Größen ging es mir ja - sehr spürbar? Ich meinte ja, dass ich ihn zwischen 185 und 205 spüre, aber ich spüre vermutlich auch den Unterschied zwischen den harten HNBA-Russenstollen und dem weicheren, breiteren lamellierten Cooper Weathermaster... Jedenfalls ist der russische Reifen um einiges lauter.

Es ist doch interessant, dass anscheinend die Meisten den Kumho KL71 hier in der 195er-Version auf Dotz oder Mangels fahren und nicht als 205er oder gar 215er, oder täuscht meine subjektive Auswertung der entsprechenden Beiträge? Vielleicht liegt es auch daran, dass ohne Fahrwerksmodifikation nur der 195er richtig gut läuft, da mir ihm auch im Gelände keine Behinderung der Verschränkung und des Lenkeinschlags befürchtet werden muss. Da würden mich auch die Erfahrungen anderer Fahrer interessieren.

Mischa
Lada Niva M 2010 LPG

Der Weg ist das Ziel und da möchte ich auch noch ankommen!
Niva2012
Beiträge: 49
Registriert: 18. April 2012, 15:53

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von Niva2012 »

Hallo Mischa,

habe auch seit 200km die 215/75 Grabber A/T - Reifen auf Dotz montiert.
Meine Werkstatt sagte dass der Tüv unter umständen etwas Probleme machen könnte - im Gutachten sind "Kunststoffverbreiterungen" bei Einbau vermerk. Die Reifen stehen etwas ausserhalb der Standard-Radkästen.

Schleifen am Innenkotflügel habe ich noch nicht festgestellt, könnte ich mir bei starkem einfedern oder großer Verschränkung aber vorstellen.

Vom Fahrkomfort ändert es sich deutlich zu der Standard-Bereifung, meiner läuft deutlich Ruhiger und "weicher" (weiß nicht wie ich das beschreiben soll).
Aber die Lenkung wurde auch ein wenig indirekter, das stört mich aber nicht.

Viele Grüße,
Christian
fehni
Beiträge: 954
Registriert: 2. Januar 2011, 22:20

Re: 215er Reifen / Lada Angebot

Beitrag von fehni »

Niva2012 hat geschrieben:Vom Fahrkomfort ändert es sich deutlich zu der Standard-Bereifung, meiner läuft deutlich Ruhiger und "weicher" (weiß nicht wie ich das beschreiben soll).
Welche Standard-Bereifung? die Kama oder die HNBA?
smart forfour
Antworten