Kampf gegen Korrosion

rund um die Rostvorsorge, Inspektionen, Betriebsstoffe, Ersatzteile des Lada Niva

Moderator: christian@nivatechnik.de

Antworten
Benutzeravatar
Mudman
Beiträge: 727
Registriert: 23. Oktober 2009, 10:26

Kampf gegen Korrosion

Beitrag von Mudman »

Servus Gemeinde!

Habe bei meinem Niva nach dem Winter wieder ein paar Arbeiten vor mir...leider auch zu spät bemerkte...! .,,.

Alle 4 Achsmanschetten (mal wieder :roll: ). Diesmal werde ich außen Silikon probieren.
Bremsdruckregler (gibt's da Probleme beim Einbau? Einstellungen?) (keine Angst da ist ein Kfz-Meister bei mir!)

Und nun der leider aufwendigere Teil:
Wasser durch C-Säule in hinteren Kotflügeln. Hat gut gearbeitet über die Jahre. Bemerkt habe ich es auch
nur dadurch, dass ich mein Auto mal wieder mit dem Hochdruckreiniger vom groben Dreck befreit habe.
Dabei Flog nicht nur der Dreck, sondern auch der Lack ab - unten hinterer Radkasten/Heck.
Mein Niva hat halt nie eine neue Hohlraumversiegelung bekommen. Also nur die von Lada-D.
Rechts hinten muss geschweißt werden, links schleifen, Rostumwandler, grundieren, Steinschlagschutzzeug.
Danach kommt die Abdeckung der Lüftungsschlitze drauf.
Ansonsten noch Schweller beidseitig vom Rost befreien. Scheint alles noch fest.
Vorne A-Säule unten Verlängerung Radkasten/Schweller, dann die Naht im Schweller unter der Tür und
Schweller/hinterer Radkasten. Stellen abschleifen, Rostumwandler, grundieren, Steinschlagschutz.

:arrow: Dann kommt die Nacharbeit. Habe 5L TimeMax 2000 Korrosionschutzfett bekommen.
Am besten abgeschnitten beim Test der Oldtimer Zeitschrift 2010.
Will es in/an den genannten Stellen Verarbeiten.
Zur Verfügung habe ich einen Campingkocher, alten Kochtopf und hoffentlich leihweise einen Kompressor
und auch eine Druckbecherpistole. (Ort: draußen, bei >15°)

:arrow: :arrow: Jetzt die Fragen an die Fett-Profis:
Wie schnell erkaltet Fett wieder? Füllt ihr euren Druckbecher (1L) ganz oder nur die Hälfte?
In den Schweller will ich von vorne/unten durch Weiten der Wasserabläufe (evtl. Loch bohren?) und
von hinten (Stopfen) rein.
Kommt man da überall hin? Wie viel blast ihr da ungefähr rein? (1/2 Liter oder gar mehr?)
Ein oder Zwei Schichten/Durchgänge?


Vielen Dank für eure Hilfe und Antworten!
Grüße...Christoph
NIVA TAIGA Plus 2017 - Euro 6
Seilwindenstoßstange, 2 To AHK, BF Goodrich 215/75 15 DOTZ
- - - - - -
Niva Bj. 7/2002 Euro 3
baltic-blue
Benutzeravatar
Mudman
Beiträge: 727
Registriert: 23. Oktober 2009, 10:26

Re: Kampf gegen Korrosion

Beitrag von Mudman »

t-34 hat geschrieben:von fettpartys hab ich keine ahnung,aber eins weis ich genau orginale
achsmanschetten sieht meiner nnniiieee wieder, hab die schnautze voll vom wechseln.
gruss rolf
Ich probier's jetzt noch mal mit den Silikon-Dingern. Schauen wir mal...
Wenn die auch wieder so toll sein sollten...kommen eben die Universalen dran.
Leider gibt es für die getriebeseitigen keine andere Wahl außer den 6€-Original-Dingern
oder Universale.

Tja, mit dem Fett muss ich mal gucken! Dann eben einfach probieren.
Hab halt kein Endoskop und weiß nicht, ob einmal durch den Schweller ziehen ausreicht
und wie schnell, bzw. langsam.
Leihe mir sowieso schon von einem Bekannten den Kompressor und Becher (hoffentlich!).
Grüße...Christoph
NIVA TAIGA Plus 2017 - Euro 6
Seilwindenstoßstange, 2 To AHK, BF Goodrich 215/75 15 DOTZ
- - - - - -
Niva Bj. 7/2002 Euro 3
baltic-blue
Benutzeravatar
Gobi Todic
Beiträge: 296
Registriert: 18. Januar 2010, 23:01

Re: Kampf gegen Korrosion

Beitrag von Gobi Todic »

Über Korrosionsschutz wurde hier schon jede menge Geschrieben.
Kugst du hier http://nivatechnik.de/viewtopic.php?f=4&t=855.

viel Spaß beim Lesen. :mrgreen:
Gruß
Andreas
"Wenn du eine helfende Hand brauchst, dann such zuerst am Ende deines Armes"

Niva 21214 "Pur", Erstzulassung 04.10, Name: Белоснежка
Benutzeravatar
Sebastian / endurofant
Beiträge: 6344
Registriert: 4. Oktober 2004, 20:08

Re: Kampf gegen Korrosion

Beitrag von Sebastian / endurofant »

Mudman hat geschrieben:weiß nicht, ob einmal durch den Schweller ziehen ausreicht
und wie schnell, bzw. langsam.
Aus Pappe den Schwellerquerschnitt so in etwa nachbasteln und Sonde durchziehen üben. Da siehst du schön ob du zu schnell warst oder nicht.
nicht mehr aktiv, aber jederzeit zu erreichen unter:

sebastian@niva-stammtisch.de
https://www.youtube.com/user/NivaWiki
Benutzeravatar
Mudman
Beiträge: 727
Registriert: 23. Oktober 2009, 10:26

Re: Kampf gegen Korrosion

Beitrag von Mudman »

So, heute mal Bestandsaufnahme gemacht und doch etwas erschreckende Sachen gesehen.... :cry:
Innenverkleidung ausgebaut und Schweller kontrolliert.

Hinten links:
links Radkasten. Außen noch fest. Was ich etwas komisch finde, dass das Innenblech weggegammelt ist. Alles mit Hammer auf
Festigkeit geprüft.
Bild

Bild

Bei der Schraube für den Gurt fängt's aber auch an.
Bild

Hinten rechts:
Schraube für Gurt durch bis auf Außenblech. Außenblech noch fest. und 2 Löcher über Stoßdämpfer rechts/links.
Bild

So sieht's unter der C-Säule rechts aus. Rechts gegammelt, links nur leichter Flugrost. Nichts lose.
Bild

Dann kommen rechts und links noch etliche Roststellen am Schweller. Alles fest soweit.
Nur hinten rechts zum Radkasten hin konnte ich den Schraubenzieher verschwinden lassen....

Kommt also doch etwas mehr Arbeit auf mich zu. :roll:
Grüße...Christoph
NIVA TAIGA Plus 2017 - Euro 6
Seilwindenstoßstange, 2 To AHK, BF Goodrich 215/75 15 DOTZ
- - - - - -
Niva Bj. 7/2002 Euro 3
baltic-blue
Benutzeravatar
Sebastian / endurofant
Beiträge: 6344
Registriert: 4. Oktober 2004, 20:08

Re: Kampf gegen Korrosion

Beitrag von Sebastian / endurofant »

Mudman hat geschrieben: Alles fest soweit.
Noch. Keine Angst morgen und übermorgen hält die Struktur noch. Als nächstes gammelt das Verstärkungsblech im hinteren Radkasten weg. Wie du siehst ist es ja von innen schon infiziert. Dann wird der TÜV meckern.

Kannst schon mal das Schweißgerät warmlaufen lassen. Eine größere OP steht an.

Bild
nicht mehr aktiv, aber jederzeit zu erreichen unter:

sebastian@niva-stammtisch.de
https://www.youtube.com/user/NivaWiki
Benutzeravatar
Mudman
Beiträge: 727
Registriert: 23. Oktober 2009, 10:26

Re: Kampf gegen Korrosion

Beitrag von Mudman »

Sebastian / endurofant hat geschrieben:Noch. Keine Angst morgen und übermorgen hält die Struktur noch. Als nächstes gammelt das Verstärkungsblech im hinteren Radkasten weg. Wie du siehst ist es ja von innen schon infiziert. Dann wird der TÜV meckern.

Kannst schon mal das Schweißgerät warmlaufen lassen. Eine größere OP steht an.
...mal gucken, was mich der Spaß kosten wird! Ich hab nur mal in'ner Firma etwas
Alu geheftet und verschweißen dürfen, aber das war's dann auch. Also wird es gemacht.
Danach kommt dann sowieso Fett drüber und drunter und dann auch hinten Radhausschalen.
Hoffe ich kriege nicht noch mehr das böse Erwachen, wenn ich die Roststellen am Schweller
abschleife und vorne die Radhauschalen abmache...Hab doch ein wenig Panik!! homm
Grüße...Christoph
NIVA TAIGA Plus 2017 - Euro 6
Seilwindenstoßstange, 2 To AHK, BF Goodrich 215/75 15 DOTZ
- - - - - -
Niva Bj. 7/2002 Euro 3
baltic-blue
Benutzeravatar
Mudman
Beiträge: 727
Registriert: 23. Oktober 2009, 10:26

Re: Kampf gegen Korrosion

Beitrag von Mudman »

So, die letzten Wochen waren etwas arbeitsintensiv.
Es wurden jetzt die hinteren Radhäuser, der Wasserablauf untere C-Säule und das
kleine Loch im Schweller geschweißt und gemacht. In die Wasserabläufe hat mir
mein KfZ-Meister ein nach unten rausstehendes Aluröhrchen verarbeitet.
:arrow: Überlege mir, ob es Sinn machen würde da wieder ein Gummistopfen draufzumachen??

Dann noch alles abgeschliffene mit Rostgrundierung und Steinschlagschutz bespritzt, alle 4 Achsmanschetten,
Bremsdruckregler, die neuen Reifen aufgezogen (die Goodyear machen sich gut!), C-Säule Abdeckungen,
nun auch die hinteren Innenkotflügel und zu guter Letzt hab ich noch die Radhäuser, die Schweller, A-Säule,
C-Säule, Kofferraumklappe und Kofferraum/Außenwand alles mit TimeMax versiegelt.
Dabei gingen die 5 L schon drauf.
TimeMax ließ sich gut mit einer geeigneten Druckbecherpistole verarbeiten. Alles mit einem
Campingkocher auf ca. 100°C erhitzt, den Becher nur zur Hälfte (ca. 500ml) befüllt und los.
Ging super. Gab einen wunderbaren Film auf der Haut und ging auch nur schwer wieder ab! .,.
Vor dem nächsten Winter kommt dann noch eine Unterbodenbehandlung mit Wachs.
Aber das hat noch Zeit bis zu den letzten warmen Sonnenstrahlen.

Hier noch ein paar Fotos. Leider kam ich erst auf die Idee welche zu machen, als schon alles
wieder verbaut und eingebaut war.
Wasserablauf C-Säule. Röhrchen steht gute 3cm raus:
Bild

Timemax:
Bild

Und meine neuste Bastellei. Ebener Kofferraum mit aufklappbaren Staufächern.
Bild
Grüße...Christoph
NIVA TAIGA Plus 2017 - Euro 6
Seilwindenstoßstange, 2 To AHK, BF Goodrich 215/75 15 DOTZ
- - - - - -
Niva Bj. 7/2002 Euro 3
baltic-blue
Benutzeravatar
powdersnow
Beiträge: 8846
Registriert: 5. Januar 2008, 16:16

Re: Kampf gegen Korrosion

Beitrag von powdersnow »

Sehr brav üiiii
Niva 1600 2121-1 Bj.86, R.I.P. / Kalina 1400 1117 Bj. 11, ca.185tkm / Wachsam sein tut weh ohne Tatendrang
Benutzeravatar
tintin
Beiträge: 9
Registriert: 4. Dezember 2011, 11:51

Re: Kampf gegen Korrosion

Beitrag von tintin »

Hallo,
ich hab auch dieses Problem mit den Rost in den hinteren Radkästen, aber die Verstärkungsbleche sind auch schon angegangen.
Kann mir jemand ein paar Tipps oder Bilder zum vorgehen geben. Ich wollte die Verstärkungsbleche selbst aus 3 mm Stahlblech nachbauen.
Wie verschweiße ich dann das darunterliegende Karosserieblech bündig auf maß eingepasst oder Überlappend und die Schweißpunkte 1,5 cm auseinander oder Punkt an Punkt.


Mit freundlichen Grüßen

Tino
Lada Niva, Bj. 98 - für´n Wald
Kia Sorento Bj. 09 - für alle Tage
Benutzeravatar
Sebastian / endurofant
Beiträge: 6344
Registriert: 4. Oktober 2004, 20:08

Re: Kampf gegen Korrosion

Beitrag von Sebastian / endurofant »

wenn du ein neues Verstärkungsblech dort anbringst, musst du darauf achten das nicht wieder eine Rostfalle entsteht. Das Problem sind die übereinanderliegenden Bleche. Die sind mit Schweißpunkten verbunden und durch die Kapillarwirkung zieht es Wasser zwischen die Bleche.

Ich habe das Problem gelöst indem ich im angerosteten Bereich alle Blechlagen durch ein dickes Blech ersetzt habe. Schweißverfahren "Pilgerschritt" (WIKI nachschauen). Das ist allerdings ein Eingriff in die Karosseriestruktur und das darf genaugenommen bei selbsttragender Karosse nur der Fachmann.
nicht mehr aktiv, aber jederzeit zu erreichen unter:

sebastian@niva-stammtisch.de
https://www.youtube.com/user/NivaWiki
Antworten