Seite 1 von 2

Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 6. Dezember 2023, 13:01
von office@pcss.at
Auf grund mehrerer Hinweise und Warnungen hier in diesem Forum, betreffend die Demontage der Bremstrommel, dachte ich mir, ich schau mal ob die bei mir noch problemlos abgehen.
Vor etwa 3 Jahren hatte ich sie zuletzt abgebaut um nach einem fallweisen Quietschen zu sehen.
Also sollten sie doch halbwegs problemlos abgehen.
GROSSER IRRTUM
Also Wagen rauf, Handebremse lösen, Rad runter, Sicherungsschraube raus.
Es bewegt sich nichts - minutenlanges Hämmern mit dem Gummihammer - kein Mucks.
Rostlöser in den Nabenspalt - am nächsten Tag wieder Gummihammer - kein Mucks.
Leichte Panikattacke .,,.
Mit dem Gasbrenner die Bremstrommel 15 Min. erwärmt - 5 Min. gewartet - Gummihammer - da :o ich bilde mir ein die Trommel steht etwas schief und läßt sich nicht mehr so leicht drehen und schleift.
Ein Hoffnungsschimmer als Horizont ,,..
Weiter mit dem Gummihammer - und da - plötzlich fällt sie mir fast entgegen .,.
Die weiße Ablagerung an der Nabe abgeschliffen und die Bohrung der Radnabe mit der blauen Anti-Quietschpaste, die ich vor 3 Jahren bei den Vorderbremsen verwendete, gut eingeschmiert.
Auf der anderen Seite das gleiche Elend :cry:
Keine Ahnung ob die blaue Anti-Quietschpaste für diesen Zweck optimal ist. Von der Logik her müßte sie passen, mir fiel halt nichts Besseres ein :?

Wie bereits mehrere Forumsteilnehmer angeraten haben, kann ich nur empfehlen die Bremstrommeln bereits vorbeugend jährlich abzunehmen und den Sitz zu reinigen.

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 6. Dezember 2023, 13:14
von andreas-bader
Welche Trommel ? ih,,

IZH_BSP.jpg
IZH_BSP.jpg (123.18 KiB) 3835 mal betrachtet

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 6. Dezember 2023, 13:15
von office@pcss.at
:wink:

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 6. Dezember 2023, 13:32
von NivaDandee
office@pcss.at hat geschrieben: 6. Dezember 2023, 13:01 Auf grund mehrerer Hinweise und Warnungen hier in diesem Forum, betreffend die Demontage der Bremstrommel, dachte ich mir, ich schau mal ob die bei mir noch problemlos abgehen.
Vor etwa 3 Jahren hatte ich sie zuletzt abgebaut um nach einem fallweisen Quietschen zu sehen.
Also sollten sie doch halbwegs problemlos abgehen.
GROSSER IRRTUM
Also Wagen rauf, Handebremse lösen, Rad runter, Sicherungsschraube raus.
Es bewegt sich nichts - minutenlanges Hämmern mit dem Gummihammer - kein Mucks.
Rostlöser in den Nabenspalt - am nächsten Tag wieder Gummihammer - kein Mucks.
Leichte Panikattacke .,,.
Mit dem Gasbrenner die Bremstrommel 15 Min. erwärmt - 5 Min. gewartet - Gummihammer - da :o ich bilde mir ein die Trommel steht etwas schief und läßt sich nicht mehr so leicht drehen und schleift.
Ein Hoffnungsschimmer als Horizont ,,..
Weiter mit dem Gummihammer - und da - plötzlich fällt sie mir fast entgegen .,.
Die weiße Ablagerung an der Nabe abgeschliffen und die Bohrung der Radnabe mit der blauen Anti-Quietschpaste, die ich vor 3 Jahren bei den Vorderbremsen verwendete, gut eingeschmiert.
Auf der anderen Seite das gleiche Elend :cry:
Keine Ahnung ob die blaue Anti-Quietschpaste für diesen Zweck optimal ist. Von der Logik her müßte sie passen, mir fiel halt nichts Besseres ein :?

Wie bereits mehrere Forumsteilnehmer angeraten haben, kann ich nur empfehlen die Bremstrommeln bereits vorbeugend jährlich abzunehmen und den Sitz zu reinigen.
Die blaue Paste ( zB. von Ate ) ist ja eher gedacht zum schmieren der Bremskolben und Dichtungen wenn du die Bremszangen / Zylinder instand setzten willst.
Für die Trommeln und Scheiben verwende ich immer Kupfer oder Alu-Paste, auch für die Felgen, damit die nach dem Winter wieder runtergehen.

_.., :D

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 6. Dezember 2023, 14:05
von office@pcss.at
Ich hatte die "Liqui Moly Bremsen Anti-Quietschpaste" bei mir herumliegen.
Hab grad sicherheitshalber nochmal nachgelesen:
WhatsApp Image 2023-12-06 at 13.59.11.jpeg
WhatsApp Image 2023-12-06 at 13.59.11.jpeg (81.89 KiB) 3810 mal betrachtet
Auf Keramik-Basis, temperaturbeständig und "als Trennpaste optimal geeignet"

Dürfte also seinen Zweck erfüllen.

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 6. Dezember 2023, 14:16
von NivaDandee
Ganz ehrlich jetzt...... ich traue den ganzen neumodischen "Superprodukten" nicht.
Lieber was altbewertes wo man aus Erfahrung weiss dass es klappt.....

_::

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 6. Dezember 2023, 15:41
von Bepone
Sprich: Mehrzweckfett?

VG
Benjamin

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 6. Dezember 2023, 16:48
von NivaFelix
NivaDandee hat geschrieben: 6. Dezember 2023, 13:32
Für die Trommeln und Scheiben verwende ich immer Kupfer oder Alu-Paste, auch für die Felgen, damit die nach dem Winter wieder runtergehen.

_.., :D
Aber bitte nur bei den nicht-ABS Modellen.
Ansonsten einfach Keramikpaste

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 6. Dezember 2023, 18:06
von BabuschkasEnkel
NivaFelix hat geschrieben: 6. Dezember 2023, 16:48
NivaDandee hat geschrieben: 6. Dezember 2023, 13:32
Für die Trommeln und Scheiben verwende ich immer Kupfer oder Alu-Paste, auch für die Felgen, damit die nach dem Winter wieder runtergehen.

_.., :D
Aber bitte nur bei den nicht-ABS Modellen.
Ansonsten einfach Keramikpaste
Also davon abgesehen, dass Cu-Paste an den Alu-Bremstrommeln eher suboptimal ist, liegen hinten die ABS-Ringe in der Achse. Die Schrumpfringe sind gleichzeitig die Inkrementenräder. Da kann nichts hinkommen.

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 7. Dezember 2023, 06:54
von NivaDandee
Hallo,
ich glaube da muss ich was richtigstellen:
@ office@pcss.at
ich dachte du meinst die blaue Montagepaste für die Gummidichtungen der Zylinder und Kolgen..... und nicht die für die Beläge. pl,,

@ Bepone
auf keinen Fall Mehrzweckfett für die Bremsen, das ist tödlich.

Ich benutze Alu-Paste dafür, einen sehr dünnen Film mit dem Pinsel auf die "entrosteten" Naben verteilt bringt Wunder.
Sogar bei ABS. Man darfs halt nur nicht übertreiben.
Und das 1. pro Jahr dann hat man nie Probleme.

üiiii

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 7. Dezember 2023, 07:19
von Notausgangparker
Mein Kumpel erzählt gerade, dass er vor Jahren auch mal Probleme mit einer festen Bremstrommel hatte. Hammerschläge, Brenner, nix... kurz bevor er die Flex anwarf, sah er im Innenraum den Hebel der Handbremse steil nach oben stehen... pl,,

Ist kein sachdienlicher Beitrag von mir, eher zur Belustigung.

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 7. Dezember 2023, 08:08
von michaniva
Ich mache immer etwas Fett an den Bund und nehme die Trommeln auch mindestens im Frühjahr und Herbst runter, am schönsten ist es aber doch am 2104. Wenn da die Trommel mal nicht möchte, Handbremse anziehen, Gang rein und Feuer :mrgreen:

Grüße Micha

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 7. Dezember 2023, 08:24
von ToSch
office@pcss.at hat geschrieben: 6. Dezember 2023, 14:05 Ich hatte die "Liqui Moly Bremsen Anti-Quietschpaste" bei mir herumliegen.
Hab grad sicherheitshalber nochmal nachgelesen:

Bild
hervorragende temperaturbeständigkeit :thump_up:

flammpunkt 64 grad :?

pl,,

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 7. Dezember 2023, 08:35
von office@pcss.at
FP 64°C hat mich auch sehr gewundert pl,,
Im aktuellsten Produktdatenblatt wird der Flammpunkt mit >210°C angegeben:
-
Unbenannt.JPG
Unbenannt.JPG (154.67 KiB) 3551 mal betrachtet

Re: Bremstrommel - noch einmal Schwein gehabt...

Verfasst: 7. Dezember 2023, 12:51
von Bepone
@ Bepone
auf keinen Fall Mehrzweckfett für die Bremsen, das ist tödlich.
Am Zentrierbund der Nabe dünn aufgetragen, ist das absolut unproblematisch....

Für die Innenteile der Bremse (beispielsweise die Reibstellen zwischen Bremsbackenträger und Ankerblech) nehme ich dann auch lieber was anderes her, momentan eine temperaturbeständige "Keramikpaste" aus dem Norma.


VG
Benjamin