nachdem ich euch vor rund zwei Jahren mit vielen Zweifeln und auch verlorenen Szenen über eine neue Raumfähre aus Raumschiff Enterprise genervt habe, wollte ich jetzt doch mal eine kleine Zusammenfassung schreiben davon, was ich vom 2131 denke. Das Auto habe ich als Neuwagen Ende '16 bei AET gekauft, mit Gasanlage ausgestattet und seitdem (ganz exakt!) 27.000 km gefahren.
Allgemein: Ich finde, das Auto ist echt unter aller Sau verarbeitet, aber ich mag es trotzdem. Würde ich es nochmal kaufen? Njaaa, wahrscheinlich schon.
Im Detail:
- Es ist auffällig laut. Das Getriebe meines Autos kreischt schriller/lauter als das von Forist nivalex (wir haben es ausprobiert)
- Es gibt viele kleine Bauteile, die nicht richtig festgeklebt wurden oder nicht von alleine halten, vor allem Blenden an den Öffnungshebeln der Türen hinten und Gummierungen.
- Der Lack ist dünn, auf der Oberseite des Schwellers am Einstieg auf der Fahrerseite, wo ich die Straßenschuhe gegen Waldstiefel eintausche, habe ich richtige Abnutzungsspuren. Also kein Dreck, der aufliegt, sondern Abrieb am Lack. War bei meinen anderen Autos nie der Fall? Na gut, was soll's.
- Stoff am Fahrersitz franst aus und zeigt deutliche Abnutzungsspuren.
- Die Stoßstangen haben mir schon ein oder zwei heftigere Lackschäden erspart.
- Der Wendekreis ist übel. Viel zu groß. Einfach wenden auf dem Waldweg geht nur mit zehn mal rücksetzen. Auch nicht wild.
- Schäden und Defekte in chronologischer Abfolge: Beleuchtung Armatur. Beleuchtung Kippschalter. Scheibenwischermotor. Nockenwellensensor. Tageslichtleuchte durchgebrannt. 12V-Buchse vorne (obwohl IMMER mit extrem viel Feingefühl behandelt). Sicherung durchgebrannt. 12V-Buchse Wackelkontakt. Neuerdings Ölaustritt am Hinterrad (Simmerring?). Außerdem selbstverschuldet: Auspuffaufhängung abgerissen (Gasversion -- Schalldämpfer hängt viel zu tief). Unterbodenschutz beschädigt, Auspuffaufhängung nochmal abgerissen. Unterbodenschutz beschädigt (beim Rücksetzen in nicht sichtbaren Graben gefahren). Innenkotflügel gebrochen (vermutlich Steinschlag).
- Typisch für neue Offroad-Fahrer(?): Ich habe die Leistungsfähigkeit des Autos überschätzt. Musste bisher zwei mal herausgezogen werden. Einmal in echte Gefahr für Leib und Leben geraten, weil das Auto auf einer nassen und leicht abschüssigen Wiese seitlich weg- und beständig auf einen Steilhang zurutschte.
- Echt scheiße gelöst (und sicher nicht 2131-speziefisch, sondern Niva-speziefisch): Heckklappe taugt nicht als Dach bei Regen, weil der Regen von der Klappe direkt in den Kofferraum läuft.
- Gasanlage: Wartung kostet ein Schweinegeld in meiner Region. Offizieller Prins-Vertreter in Südbaden (ansässig am Kaiserstuhl) will 300 EUR für eine Inspektion. Freier Gasanlagenspezialist in Freiburg will 150. Derzeit ein Angebot auf dem Tisch für rund 70 Euro beim Lada-Händler, der seit rund einem Jahr Ladas offiziell verkauft. Na mal sehen...
- Tolle Sache: Leiter an Heckklappe und Dachgepäckträger nachgekauft, hat mir die Arbeit sehr erleichtert und wäre bei anderen Herstellern vermutlich die Kosten nicht wert gewesen.
- Tolle Sache (II): Ruhiges Fahrverhalten auf der Autobahn. Kein Aufschaukeln. Anhängerbetrieb kein Problem.
Also zusammengefasst: Alles okay, außer wenn nicht.

