Für diese Reparatur benötigte ich ein Ersatzteil was eigentlich in jedem guten Haushalt zu finden sein sollte, nämlich eine Feder aus einem Kugelschreiber.
Fangen wir mit dem Ausbau an.
Türverkleidung demontieren, sollte ja recht einfach sein.
Das sieht nun so aus.
Die roten Punkte sind die Schrauben womit der Fensterheber befestigt ist.
Nachdem die Verkleidung ab ist, sollte man als erstes die beiden Schrauben unter dem Fenster lösen oder falls der Fensterheber noch funktionieren sollte das Fenster ein paar cm absenken, sodass man an der obersten Schraube etwas mehr Luft hat.
Bevor man die beiden Schrauben löst, muss man das Fenster jetzt mit Klebeband sichern, damit es nicht runter fällt.
Jetzt kann man alle Schrauben lösen und der fummelige Teil kommt. Hat man alles gelöst drückt man den die ganze Mechanik nach hinten. Da oben nicht viel Luft ist zwischen Heber und Fenster muss man hier etwas kräftiger drücken.
Hängt der Heber nun frei in der Tür, dreht man diesen mit dem unteren Ende nach vorne zum Lautsprecher. Der Motor sollte dabei nach oben kommen. Diesen nimmt man nun zu sich und zieht ihn vorsichtig durch das große Loch in der linken oberen Hälfte der Tür. Dabei sollte man diesen vorsichtig drehen und ziehen und der Fensterheber sollte man nun komplett heraus nehmen können.
Der ausgebaute Fensterheber.
Schauen wir mal rein warum nichts mehr geht.
Deckel ab und? Kein Fett und etwas Wasser rechts.
Aber das Lager ist in Ordnung. Daran hat es nicht gelegen. Wie man außerdem erkennt, ist dort auch kein Kugellager verbaut.
Dann muss das etwas anderes sein, also Motor auseinander bauen.
Bingo! Der Motor war zur Hälfte voll mit Wasser! Also erst mal alles sauber und trocken machen.
Dann habe ich das Getriebe gut eingefettet und die Dichtungen mit Mikesanders ein gepinselt.
Nachdem ich alles trocken hatte, wollte ich einen Probelauf starten, Motor an die Batterie gehalten und nichts passiert. Motor also hinüber? Noch mal alles auf gemacht und den Motor genauer untersucht. Durch das ganze Wasser im Motor ist eine von den Federn die die Kohlen drücken völlig vergammelt. Ersatzteil gab es von einem Kugelschreiber. Feder in der Mitte durch geschnitten und gleich zwei neue eingebaut weil die andere Feder auch nicht mehr Gesund aussah.
Nachdem ich alles zusammengebaut hatte wurde ein erneuter Probelauf durchgeführt und der Fensterheber geht wider.
Wenn man den Fensterheber schon ausgebaut hat, sollte man auch unbedingt die Umlenkrollen sowie den Seilzug an sich fetten.
Vorsichtshalber habe ich selbstverschweißendes Dichtband genommen und damit zusätzlich den Übergang zwischen Motor und Getriebe umwickelt, denn dort ist vermutlich das Wasser rein gelaufen.Ich vermute das meistens Wasser welches sich im Motor oder Getriebe sammelt zum sterben der Fensterheber herbeiführt. Leider war meine Speicherkarte voll und ich konnte kein Bild davon mehr machen. Da ich noch den Fensterheber von der Beifahrerseite abdichten werde, reiche ich das später noch nach.