Kupplung unter Verdacht

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Moderator: christian@nivatechnik.de

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Beak
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Kupplung unter Verdacht

Beitrag von Beak »

Hallo geehrtes Forum,
alle die sich berufen fühlen ihr Wissen bezüglich der Niva-Kupplung anzubringen sind hier herzlich eingeladen:
Seit kurzem lässt sich der erste Gang (auch der Rückwärtsgang) im Stand schlecht einlegen. Schlecht heiß in dem Fall, dass ich unter lautem Fluchen an der grünen Ampel des öfteren im zweiten losfahren muss. :twisted: Manchmal reicht auch etwas Nachdruck aus. Im leichten Rollen gehts relativ problemlos.
Auffällig ist, dass zuweilen ein kleiner Ruck im Getriebe zu hören/spüren ist, als ob man versucht, den Gang ohne Kupplung einzulegen. Daher wär meine Vermutung, dass das Stück vielleicht einfach nicht mehr sauber trennt.
Das Spiel an der Kupplung hab ich geprüft und am Pedal nachgestellt. Die Kupplung dient seit 63 000 km.
Freu mich auf hilfreiche Beiträge
Beak
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Re: Kupplung unter Verdacht

Beitrag von christian@nivatechnik.de »

Pilotlager fest oder Ausrücklager kurz vor fest oder Nehmer-Zylinder kurz vor tot.
Versuch mal nachzschauen, wie viel Spiel die Kupplungsgabel hat?
Bitte posten...
Gruß christian@nivatechnik.de

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Beak
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Re: Kupplung unter Verdacht

Beitrag von Beak »

Also das Spiel an der Kupplungsgabel liegt im Sollbereich von 4-5mm (hab mit der Hand die Gabel bewegt und überprüft, wann ich sie nicht mehr weiter ausrücken kann).
Die Kupplung kommt sehr spät (erst so im letzten Drittel wenn ich das Pedal loslasse).
Mit gezogener Handbremse kann ich sie fast zum rutschen bringen.
Wobei es ja unlogisch klingt, dass bei verschlissener Kupplung das Ausrücken problematisch wird. Es sollte ja eher andersrum sein, oder?
Gruß Beak
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oehne123
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Re: Kupplung unter Verdacht

Beitrag von oehne123 »

Das härt sich nach mehreren Dingen an.
1. Kupplungsscheibe so kurz vor dem Ende ( letztes Drittel....)
2. Die Geber/Nehmer-Zylinder kurz vor dem Ende, eventuell Luft drin?
3. evtl irgendwo ein Klemmer
Guck mal ob du feuchte Stellen findest. Zur Not mal Staubkappe Nehmer abmachen.
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Genau in der Reihenfolge
Beak
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Re: Kupplung unter Verdacht

Beitrag von Beak »

So,das Problem hat sich nun geringfügig ausgeweitet:
Allem Anschein nach, hat sich mein Getriebe in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet (vierter Gang springt raus!). Hab schon ein überholtes Getriebe vom Olaf da. Ne neue Kupplung hab ich gleich mitbestellt. Beim Austausch kann ich dann auch gleich vernünftig die Hydraulik der Kupplung entlüften, da der Kupplungszylinder eh runter muss.
Beim Durchlesen der Anleitung zum Ausbau des Schaltgetriebes hätt ich an alle die davon ne Ahnung ham nur ne kleine Frage: In der Reparaturanleitung wird an zwei Stellen davor gewarnt, das Ende der Kupplungswelle am Anschlagflansch der Druckfeder der Kupplung anzulegen, damit die Anschlussplatten der Kupplung nicht verformt werden. pl,, Ich hab lange gegrübelt, was mir der Autor damit sagen wollte und bin letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass man einfach aufpassen sollte, den Anschlagflansch nicht übermäßig zu belasten, weil er sonst verbiegen könnt. Lieg ich da richtig?
Gibt's sonst noch was, das man dringend beachten sollte?
Gruß aus Bayern
Beak
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Sebastian / endurofant
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Re: Kupplung unter Verdacht

Beitrag von Sebastian / endurofant »

Kupplungswelle ist schon mal falsch übersetzt. Nimm alle Teile der Kupplung und du wirst keine Welle finden.
Es geht wohl darum, wenn du das Getriebe, warum auch immer, nicht ganz ab bekommst - lass es nicht einfach hängen. Dann hängt die Getriebeeingangswelle noch teilweise in der Kupplung und der Rest vom Getriebe ergibt eine schönen Hebel.
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Re: Kupplung unter Verdacht

Beitrag von Beak »

Sebastian / endurofant hat geschrieben:Kupplungswelle ist schon mal falsch übersetzt. Nimm alle Teile der Kupplung und du wirst keine Welle finden.
Das is mir auch aufgefallen.
Sebastian / endurofant hat geschrieben:Es geht wohl darum, wenn du das Getriebe, warum auch immer, nicht ganz ab bekommst - lass es nicht einfach hängen. Dann hängt die Getriebeeingangswelle noch teilweise in der Kupplung und der Rest vom Getriebe ergibt eine schönen Hebel.
Danke, so klingt das für mich verständlich, und das war auch etwa das was ich mir zusammengereimt hab.
Ihr hört von mir, wenn das neue Getriebe drin is! :)
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ziegemoritz201
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Re: Kupplung unter Verdacht

Beitrag von ziegemoritz201 »

Hallo zusammen!

Zum Thema Kupplung habe ich auch mal eine Frage, weil mein Mechi gestern meinte, Kupplung wär im Arsch.

Story: Vor etwa drei Wochen fing es an, da konnte ich morgens nur noch anfahren, indem ich sofort die Kupplung kommen lasse, sonst wär ich nicht von der Stelle gekommen. Da funktionierte dann.
Im 2. und im 3. und im 5. Gang alles ok. Schalte ich vom 3. in den 4. und habe die Kupplung kommen lassen, ist es dann so als ob die Kupplung erst verspätet packt (Fast so wie ein Automatik). Ich weiß auch nicht, wie ich es genauer beschreiben soll.

Gestern dann neue Hydraulikflüssigkeit drauf und Kupplung neu eingestellt. Mechi meinte nach Probefahrt, Kupplung wäre kaputt. Ich muss heute sagen, nachdem ich 20 km mit ihm gefahren bin, dass - bis auf die Sache mit dem 4. Gang (und das auch nur leicht verspätet) - die Kupplung wieder besser kommt, wenn nicht sogar so, wie früher.

Würd mich auf Ratschläge sehr freuen!!

Was passiert eigentlich, wenn die Kupplung kaputt geht? Wie lange dauert das?

Mein Niva hat jetzt 69 tkm gelaufen.

Viele Grüße, Patricia
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Sebastian / endurofant
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Re: Kupplung unter Verdacht

Beitrag von Sebastian / endurofant »

ziegemoritz201 hat geschrieben:konnte ich morgens nur noch anfahren, indem ich sofort die Kupplung kommen lasse, sonst wär ich nicht von der Stelle gekommen.
Könnte nach verschmierter Kupplung klingen. Kann aber auch Verschleiß sein oder was an der Kupplungshydraulik.
Das er noch fährt bedeutet ja das noch genügend Reibscheibenbelag da ist. Die Kupplung greift also noch.
ziegemoritz201 hat geschrieben:Was passiert eigentlich, wenn die Kupplung kaputt geht? Wie lange dauert das?
Dann fährt der Niva nicht mehr obwohl ein Gang drin ist oder du kannst keinen Gang mehr einlegen. Je nachdem was kaputt ist.
Kupplungswechsel ist mit etwas Hektik in 4h vergessen.

Bevor ihr die Kupplung zerpflückt, stellt doch erst mal sicher das die Betätigungshydraulik ordentlich funktioniert. Also vom Pedal an zum Kupplungsgeber. Der kann klemmen und kommt nur verzögert raus. Oder er ist undicht und presst zuwenig Flüssigkeit ins System. Weiter über die Leitunge welche schon mal Luft zwischenlagern kann zum Nehmerzylinder. Der kann sich ähnlich verhalten wie der Geber. Ziel ist es das beim Pedal niedertreten auch die Stößelstange aus dem Nehmerzylinder rauskommt und beim Pedal loslassen wieder reingeht. Dann schaut ihr euch noch die Kupplungsgabel an. Der Hebel welcher in die Getriebeglocke reingeht. Auch hinter der Gummikappe schauen. Mit einem Spiegel oder einer kleinen Kamera kann man auf Risse im Hebel oder Probleme in seiner Lagerung prüfen. Ist bis hier alles IO und trotzdem klappts nicht mit dem kuppeln dann - neuen Niva. Oder man nimmt mal das Getriebe ab und schaut rein.

Es gibt einen Hardcoretest. Niva mit Handbremse sichern, vierten Gang einlegen und bei deutlich erhöhter Drehzahl schnell die Kupplung loslassen. Der Niva muss sofort aus gehen (abgewürgt). Geht er erst leicht verzögert aus ist die Kupplung sehr wahrscheinlich verschlissen. Damit habe ich aber keine Empfehlung fürs nachmachen ausgesprochen.
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Beak
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Re: Kupplung unter Verdacht

Beitrag von Beak »

Sebastian / endurofant hat geschrieben: Kupplungswechsel ist mit etwas Hektik in 4h vergessen.
Da kann ich nur "Respekt" sagen!
Ich hab meine Kupplung gerade gewechselt und das Getriebe, wie ichs hier angekündigt hab. Jetzt schnurrt mein Ivan richtig leise (untypisch) mit dem Austauschteil von Olaf Vogel (kann ich nur empfehlen). Der zeitliche Aufwand sprengt deinen 4-Stunden-Rahmen aber deutlich. Da ich das Getriebe zum ersten Mal entfernt hab, musste ich mich natürlich erst mal rantasten und viele Schauben erst mal suchen, aber 4 Stunden klingt trotzdem fast utopisch für mich. Freu mich aber, wenn das mal so flott klappt.
Letzte Maßnahme: Werd nochmal das Verteilergetriebe nach dem Olaf seiner Anleitung zentrieren. Dann sollte alles flutschen! üiiii
Gruß ins Forum!
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Re: Kupplung unter Verdacht

Beitrag von Beak »

So, hab das Verteilergetriebe jetzt zum zweiten Mal zentriert. Doch irgendwie ruckelt es immer noch ganz gewaltig, gerade bei Geschwindigkeiten um die 30-40. KAnn die Ursache vielleicht woanders liegen? Die Anleitung von Olaf Vogel war ja sehr einfach und leicht nachvollziehbar, doch irgendwas schein noch nicht 100%ig zu flutschen. Das Schlatgetribe von Olaf hingegen ist ne ware Freude bei jeder Fahrt!!!
Gruß Beak
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