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LADA Niva nur gut, wenn er nicht im Gelände war?
Verfasst: 19. März 2006, 12:47
von Simon
Hallo,
Ich habe in einer Autotestzeitschrift gelesen dass der Niva nur gut sein soll, wenn er nicht im Gelände war (Leider weiß ich nicht mehr in welcher Zeitschrift)?
Stimmt das, wenn ja wieso
Gibt es irgendwelche besonderen Merkmale beim Kauf eines Gebrauchten Niva's zu beachten (z.B. Rost an der Heckklappe oder so ähnlich)?
Gruß Simon
Verfasst: 19. März 2006, 15:58
von gcniva
Hi Simon
Ich hab meinen nur für das gelände, kann man mit dem auch auf die strasse????
Scherz beiseite...
Natürlich kannst du mit dem niva ins gelände dann braucht er halt nur ein bissel mehr wartung.
Bei gebrauchten sollte man auf rost allgemein achten, sonst nix...
Gruß Gerd
Verfasst: 20. März 2006, 16:18
von Simon
Hallo Gerd,
Ich meinte nicht ob der NIVA für's Gelände gut ist (ich weiß dess er da super ist), sondern ob es stimmt dass man mit einem Niva der schonmal richtig im Gelände war mehr Probleme, (Defekte) hat als mit einem der nur auf der Strasse gefahren wurde?
Was darf ein Niva mit 20.000 KM Baujahr 2000 sehr gepflegt (Kein einziger Kratzer) mit Radiovorbereitung ca. (+-500€) Kosten
Gruß Simon
Verfasst: 20. März 2006, 16:43
von Peter
Hallo Simon
Dass ist doch klar,dass ein Niva der viel im Gelände fährt mehr probleme haben kann als einer der nur auf der Srasse fährt.
Die Beanspruchung im Gelände ist ja viel ,viel grösser.
Hallo Simon
Verfasst: 21. März 2006, 11:12
von varan
Grundsätzlich würde ich dir empfehlen, beim Kauf eines gebrauchten Niva jemanden mitzunehmen, der selbst seit längerem Niva fährt und möglichst auch selbst repariert. Solltest Du selbst Schrauber sein oder dich zumindest mit Ostautos auskennen, ist es auch o.k. Beim Niva gibt es eine ganze Menge von Macken (auch schon bei 20000 Km), die man möglichst kennen sollte. Ist der Niva äußerlich gepflegt und ohne sichtbaren Rost, hast du schon mal eine ganze Menge gewonnen. Sieh nach, ob der Wagen eine Unterbodenversiegelung hat (einschließlich Radkästen) und ob eine Hohlraumkonservierung durchgeführt wurde. Das ist gaaanz wichtig, ansonsten rostet er dir unterm Hintern weg, besonders wenn er nicht in einer Garage oder unterm Carport steht. Weiterhin nimm die Gummimatten im FZ raus und sieh nach, ob Feuchtigkeit im Fußraum ist. Die Fensterdichtungen sind oftmals nicht dicht und dort dringt Wasser ein. Als Folge davon hat man oft korrodierte Steckverbindungen, welche die gesamte Elektrik und Elektronik des FZ durcheinander bringen können. Die Fehlersuche ist oftmals sehr zeitaufwändig und schwierig. Versuche möglichst, den Verkäufer zu bewegen, einen neuen TÜV vor dem Kauf zu machen. Dann hast du wenigstens die Gewähr, daß das Auto sicherheitstechnisch i.O. ist. Ja und dann kommt die Probefahrt: oftmals klappern und knarren die Nivas so entsetzlich, daß abnorme Geräusche des Antriebsstrangs gar nicht zu orten sind. Man bekommt eigentlich alle Klapper-und-Knarrgeräusche mit viel Aufwand in den Griff, indem man sämtliche Schrauben im Innenraum nachzieht bzw. ersetzt und knarzende Plastikteile mit Moosgummi unterlegt. Dann ist der Niva relativ leise beim fahren und man kann nicht normale Antriebsgeräusche gut orten. Achte also bei der Probefahrt darauf, daß das Getriebe sich normal schaltet, kein Gang rausspringt (besonders 4.u. 5.) weder beim Beschleunigen noch Gaswegnehmen). Ansonsten ist ein Getriebeschaden rel. sicher. Bei Kurvenfahrten (beschleunigen bei starkem Lenkradeinschlag) dürfen von der VA keine rubbelnden Geräusche (defekte Antriebswellen) zu hören sein. Ab einer Geschwindigkeit von 60-70 Km/h sollten auch keine größeren Resonanzgeräusche (Vibrationen) auftreten. Ist dies der Fall, deutet es auf nicht ausgewuchtete Antriebswellen, Verschleiß in den Kardangelenken bzw. nicht richtig sitzendes Verteilergetriebe hin. Der Motor ist relativ stabil und bereitet weniger Probleme. Achten sollte man darauf, daß dei Motorkontrollampe (ganz links, gelb) bei keiner Fahrsituation leuchtet, der Motor sofort warm/kalt startet, im Leerlauf rund läuft, sich ohne stottern hochdrehen läßt , der Wagen gut Gas annimmt und auch ohne Stottern wieder abtourt. Abraten würde ich davon, einen Niva zu kaufen, der verhältnismäßig viel im Gelände unterwegs war. Der Verschleiß ist doch wesentlich höher und damit natürlich wahrscheinlich, daß die Lebensdauer der ohnehin nicht sehr langlebigen Teile sich weiter reduziert.
Zu den Gebrautwagenpreisen muß man sagen, daß sie auf Grund des eher dürftigen Angebotes sehr unterschiedlich sind. Ich denke, für einen guten gebrauchten Niva (5 Jahre alt) sollte man so um die 4000- 4500 € rechnen.
Nur mal so als Anhaltspunkt: Ich habe für meinen 3 Jahre alten Niva mit 45000 Km, total runtergegurkt und vom Erstbesitzer nie was gemacht, 3000 € bezahlt. Dann noch mal 2000 € an Ersatzteilen und 6 Wochen intensiver Arbeit reingesteckt. Jetzt läuft er allerdings stabil und ohne Macken und ich würde sogar behaupten, besser als manch Neufahrzeug.
Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Anhaltspunkte für deinen Gebrauchtwagenkauf geben.
Gruß
Eckhard
Verfasst: 22. März 2006, 09:05
von flacko
@varan
was hast du denn alles erneuern müssen ?
ich meine, wenn der niva erst 3 jahre alt und 45tkm runter hatte,
ist das schon eine echte hausnummer - 2000,-€ !
damit ich schonmal weiß was auf mich zukommen könnte.
wäre toll von dir , wenn du mal auflisten könntest , mit preisen der ersatzteile !
mfg flacko
Hallo Flacko
Verfasst: 22. März 2006, 09:54
von varan
Es muß ja nicht so schlimm kommen, bei mir war`s eben so. Ich muß dazu sagen, daß der Erstbesitzer den Niva nagelneu bei einer Ladavertretung gekauft hat und offensichtlich nur gefahren ist, ohne jemals das geringste daran zu machen bzw. reparieren zu lassen. Nicht mal die erste, bei Lada kostenlose Durchsicht wurde durchgeführt. Und das bei einem Auto, das mit allen Extras vor 3 Jahren 12500 € gekostet hat...
Also mal sehen, ob ich noch alles zusammenbekomme, was erneuert bzw. repariert wurde:
-Getriebe einschließlich kompletter Kupplung
-Verteilergetriebe
-sämtliche Öle in allen Getrieben
-vordere Bremssteine
-Radlager nachgestellt
-2 Reifen erneuert
-Motoröl incl. Filter
-Luftfilter
-Zündkerzen
-Benzinfilter
-Drosselklappenpoti
-Lichtmaschine repariert
-Lenkung nachgestellt
-Kardanwellen abgeschmiert
-sämtliche Klappergeräusche im Innenraum durch Nachziehen bzw. Erneuern der Schrauben und Unterlegen der Plastikteile mit Moosgummi beseitigt
-sämtliche Steckverbinder im Motorraum mit Kontaktspray behandelt
-diverse Macken in der Elektrik repariert
-Innenraumbeleuchtung repariert
-Elektrolüfter (vor dem Kühler) repariert
Ich denke, das war`s, mehr fällt mir momentan nicht ein, ich hoffe, es hilft dir weiter
Gruß
Eckhard
Verfasst: 22. März 2006, 11:45
von flacko
danke für die schnelle antwort,
waren das verteilergetriebe und normale schaltgetriebe defekt ?
mfg flacko
Verfasst: 22. März 2006, 13:01
von varan
Ja, waren defekt.
Getriebe scheint bei Niva ein allgemeines Problem zu sein, habe ich zumindest schon des öfteren gelesen.
Deshalb bei Gebrauchtwagenkauf: Getriebe muß sich in warmem Zustand (ca. 15-20 Km fahren) leicht in allen Gängen schalten lassen. Bei kaltem Motor etwas schwerer, das ist normal. Beim Fahren dürfen keine Gänge rausspringen. Getriebegeräusche beim Fahren (je nach eingelegtem Gang unterschiedlich) sind auch normal.
Preise: neues Getriebe ca. 1100 €
Als Angebot bei EBAY 890 €
regeneriertes Getriebe b.EBAY 395€ immer zzgl. Einbaukosten oder selbermachen
Gruß
Eckhard