Wichtig ist bei der Korbspannung..."Weniger ist mehr"...also nicht unbeding "stur" nach WHB gehen... zuviel Vorspannung ruiniert schnell die Korblager!
Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Moderator: christian@nivatechnik.de
- Heisseluft
- Beiträge: 3185
- Registriert: 2. November 2008, 22:41
Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Eine kleine Anmerkung eines "Experten???" .... hab schon einige viele Diffübesetzungen und Lager an Starrachsen gewechselt....
Wichtig ist bei der Korbspannung..."Weniger ist mehr"...also nicht unbeding "stur" nach WHB gehen... zuviel Vorspannung ruiniert schnell die Korblager!

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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Hallo,
Hat jemand zu dem folgenden noch einen Tipp? Ist das normal, dass die Einstellmutter nach dem Sperreneinbau so weit raus steht oder macht das was?
Tim
Danke für den Tipp, ich könnte die Einstellmutter noch mal um einen Zahn beim Sicherungsblech weiter aufdrehen.Heisseluft hat geschrieben:Wichtig ist bei der Korbspannung..."Weniger ist mehr"...also nicht unbeding "stur" nach WHB gehen... zuviel Vorspannung ruiniert schnell die Korblager!
Hat jemand zu dem folgenden noch einen Tipp? Ist das normal, dass die Einstellmutter nach dem Sperreneinbau so weit raus steht oder macht das was?
Viele Grüße,Tim64 hat geschrieben:Dazu hab ich auch noch eine Frage an die Experten. Scheinbar ist das Ausgleichsgehäuse der Sperre breiter als das Originalteil. Deshalb steht die eine Einstellmutter bei mir weiter raus als vorher. Das Sicherungsblech geht gerade noch drauf. Ist das problematisch oder ist das egal? So sieht das aus:
Tim
Der Teufel fährt Lada.
Lada Niva 1600, EZ 02/1991, ca. 31.000 km, AHK Safari / Zebra - Dekor
Lada Niva 1.7 MPI, Bj. 2005, ca. 24.000 km, AHK
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Ok, danke!t-34 hat geschrieben:das ist ganz normal,selbst beim nachbau
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Hallo,
es geht weiter mit der zweiten Sperre für vorne.
Als Ausgangsbasis hatte ich ein Alu-Diff aus einem 1600er mit 4,1er Übersetzung sowie ein neues Hinterachsdiff vom 1700er mit 3,9er Übersetzung vom User snoopshomme86.
Da ich den Niva auf die 4,1er Übersetzung umbauen will und weil ich für die Sperre ein Stahlgehäuse brauche, musste ich das neue 3,9er Hinterachsdiff auf die 4,1er Übersetzung aus dem alten Alu-Diff umbauen. Also muss das Kegelrad getauscht werden.
Um die Verschraubung des Kegelrads zu lösen, muss man den Kardanwellenflansch festhalten, z.B. indem man zwei Schrauben mit Muttern am Flansch fixiert und dann mit einem Montiereisen blockiert oder indem man einen solchen Ölfilterschlüssel ansetzt. Falls, vorhanden, ist ein Druckluftschrauber hilfreich beim Lösen der Mutter. Nachdem die Mutter gelöst ist, lässt sich die Kegelradwelle herausnehmen. Sie ist wie auf dem Bild unten aufgebaut.

Beim Einbau der Kegelradwelle in ein anderes Gehäuse gibt es zwei Schwierigkeiten: Man muss die richtige Distanzscheibe auswählen und die richtige Lagervorspannung einstellen.
Weil das andere Gehäuse auch andere Toleranzen hat, muss die richtige Distanzscheibe, die unter dem aufgepressten Lager sitzt, gewählt werden. Das ist wichtig für das richtige Tragbild der Zähne. Eine dickere Scheibe bewirkt, dass das Kegelrad weiter ins Gehäuse ragt und näher zum Tellerrad kommt.
Die richtige Dicke der Scheibe kann theoretisch man aus einer Messung berechnen. Für die Messung braucht man allerdings eine Lada-Spezialvorrichtung und zweitens müsste man die Toleranzzahl lesen können, die die Russen in die Kegelradwelle graviert haben. Die Vorrichtung hab ich nicht und die Zahl war bei mir auch nicht lesbar. Also hab ich per Trial-and-Error verschiedene Distanzscheiben ausprobiert. Einen Satz Scheiben hatte ich zu der Sperre bei Lada-World mitbestellt. Um die Distanzscheibe zu tauschen, muss man das vordere Lager von der Welle abziehen. Das geht mit einem normalen Abzieher, man muss nur aufpassen, dass die Klauen auch wirklich den Innenring des Lagers greifen (und man sollte die Mutter aufschrauben, damit das Ende der Welle nicht durch die Kegelspitze des Abziehers gespreizt wird):

Danach sollte man das Lager aufpressen, dass zum Lageraußenring im Gehäuse gehört und evtl. bei dieser Gelegenheit einen neuen Simmerring einbauen.
Um zu prüfen, ob die gewählte Scheibe richtig ist, muss die Kegelradwelle wieder eingebaut und festgeschraubt werden (dazu kann man die Abstandshülse der Einfachheit halber auch weglassen, dann muss man die Schraube nicht so festknallen). Danach wird das Differential probehalber eingebaut und das Zahnflankenspiel mit den seitlichen Einstellmuttern eingestellt. Jetzt kann man das Tragbild prüfen (wieder mit Kupferpaste oder Tuschierlack). Ist das Tragbild falsch, muss man den ganzen Vorgang wiederholen: Diff ausbauen, Kegelradwelle ausbauen, Lager abziehen, Distanzscheibe tauschen, Lager aufpressen, Kegelradwelle festschrauben, Diff einbauen, Zahnflankenspiel einstellen. Ich musste das ca. 4 mal machen, bis ich die richtige Scheibe gefunden hatte, was etwas nervig ist.
Hier ist zum Beispiel die Scheibe zu dick, sodass die Räder nach dem Einstellen des korrekten Zahnflankenspiels nur ganz unten tragen:

Wenn man die richtige Distanzscheibe gefunden hat, kann man das Kegelrad endgültig verschrauben. Dazu muss eine neue Abstandshülse eingesetzt werden (gibts bei Cars und Parts, Ladaworld usw...), weil die sich beim Festziehen verformt. Wenn man eine alte Hülse verwendet, kann es sein, dass die schon vorher zu stark gestaucht ist und nachher lose sitzt. Die Abstandshülse sitzt eingeklemmt zwischen den beiden Lagern der Kegelradwelle und versetzt sie unter Vorspannung. Dadurch verschiebt sich die Kegelradwelle im Betrieb unter Belastung weniger und die korrekte Position der Zähne zueinander bleibt immer erhalten.
Hier sieht man den Vergleich zwischen einer neuen und einer schon gestauchten Abstandshülse:

Das Anziehen der Kegelradwelle geht jetzt ziemlich schwer, weil die Hülse verformt werden muss, bevor die Lager in ihrem Sitz sitzen. Die Welle muss soweit mit der neuen Abstandshülse und dem neuen Lager so weit angezogen werden, bis sich die Welle nur noch relativ schwer drehen lässt. Um dieses Durchdrehmoment zu messen, gibt es spezielle Geräte wie dieses hier.
Ich hab mir vorher nach Gefühl gemerkt, wie schwer sich die Welle beim neuen Diff gedreht hat und dann versucht, das in etwa wieder so hin zu kriegen.
Nach ein paar Kilometern Fahrt reduziert sich das Durchdrehmoment, sodass sich die Welle wieder leichter drehen lässt.
Danach verlief der Aufbau der zweiten Sperre genau so wie bei der ersten:

Viele Grüße,
Tim
es geht weiter mit der zweiten Sperre für vorne.
Als Ausgangsbasis hatte ich ein Alu-Diff aus einem 1600er mit 4,1er Übersetzung sowie ein neues Hinterachsdiff vom 1700er mit 3,9er Übersetzung vom User snoopshomme86.
Da ich den Niva auf die 4,1er Übersetzung umbauen will und weil ich für die Sperre ein Stahlgehäuse brauche, musste ich das neue 3,9er Hinterachsdiff auf die 4,1er Übersetzung aus dem alten Alu-Diff umbauen. Also muss das Kegelrad getauscht werden.
Um die Verschraubung des Kegelrads zu lösen, muss man den Kardanwellenflansch festhalten, z.B. indem man zwei Schrauben mit Muttern am Flansch fixiert und dann mit einem Montiereisen blockiert oder indem man einen solchen Ölfilterschlüssel ansetzt. Falls, vorhanden, ist ein Druckluftschrauber hilfreich beim Lösen der Mutter. Nachdem die Mutter gelöst ist, lässt sich die Kegelradwelle herausnehmen. Sie ist wie auf dem Bild unten aufgebaut.

Beim Einbau der Kegelradwelle in ein anderes Gehäuse gibt es zwei Schwierigkeiten: Man muss die richtige Distanzscheibe auswählen und die richtige Lagervorspannung einstellen.
Weil das andere Gehäuse auch andere Toleranzen hat, muss die richtige Distanzscheibe, die unter dem aufgepressten Lager sitzt, gewählt werden. Das ist wichtig für das richtige Tragbild der Zähne. Eine dickere Scheibe bewirkt, dass das Kegelrad weiter ins Gehäuse ragt und näher zum Tellerrad kommt.
Die richtige Dicke der Scheibe kann theoretisch man aus einer Messung berechnen. Für die Messung braucht man allerdings eine Lada-Spezialvorrichtung und zweitens müsste man die Toleranzzahl lesen können, die die Russen in die Kegelradwelle graviert haben. Die Vorrichtung hab ich nicht und die Zahl war bei mir auch nicht lesbar. Also hab ich per Trial-and-Error verschiedene Distanzscheiben ausprobiert. Einen Satz Scheiben hatte ich zu der Sperre bei Lada-World mitbestellt. Um die Distanzscheibe zu tauschen, muss man das vordere Lager von der Welle abziehen. Das geht mit einem normalen Abzieher, man muss nur aufpassen, dass die Klauen auch wirklich den Innenring des Lagers greifen (und man sollte die Mutter aufschrauben, damit das Ende der Welle nicht durch die Kegelspitze des Abziehers gespreizt wird):

Danach sollte man das Lager aufpressen, dass zum Lageraußenring im Gehäuse gehört und evtl. bei dieser Gelegenheit einen neuen Simmerring einbauen.
Um zu prüfen, ob die gewählte Scheibe richtig ist, muss die Kegelradwelle wieder eingebaut und festgeschraubt werden (dazu kann man die Abstandshülse der Einfachheit halber auch weglassen, dann muss man die Schraube nicht so festknallen). Danach wird das Differential probehalber eingebaut und das Zahnflankenspiel mit den seitlichen Einstellmuttern eingestellt. Jetzt kann man das Tragbild prüfen (wieder mit Kupferpaste oder Tuschierlack). Ist das Tragbild falsch, muss man den ganzen Vorgang wiederholen: Diff ausbauen, Kegelradwelle ausbauen, Lager abziehen, Distanzscheibe tauschen, Lager aufpressen, Kegelradwelle festschrauben, Diff einbauen, Zahnflankenspiel einstellen. Ich musste das ca. 4 mal machen, bis ich die richtige Scheibe gefunden hatte, was etwas nervig ist.
Hier ist zum Beispiel die Scheibe zu dick, sodass die Räder nach dem Einstellen des korrekten Zahnflankenspiels nur ganz unten tragen:

Wenn man die richtige Distanzscheibe gefunden hat, kann man das Kegelrad endgültig verschrauben. Dazu muss eine neue Abstandshülse eingesetzt werden (gibts bei Cars und Parts, Ladaworld usw...), weil die sich beim Festziehen verformt. Wenn man eine alte Hülse verwendet, kann es sein, dass die schon vorher zu stark gestaucht ist und nachher lose sitzt. Die Abstandshülse sitzt eingeklemmt zwischen den beiden Lagern der Kegelradwelle und versetzt sie unter Vorspannung. Dadurch verschiebt sich die Kegelradwelle im Betrieb unter Belastung weniger und die korrekte Position der Zähne zueinander bleibt immer erhalten.
Hier sieht man den Vergleich zwischen einer neuen und einer schon gestauchten Abstandshülse:

Das Anziehen der Kegelradwelle geht jetzt ziemlich schwer, weil die Hülse verformt werden muss, bevor die Lager in ihrem Sitz sitzen. Die Welle muss soweit mit der neuen Abstandshülse und dem neuen Lager so weit angezogen werden, bis sich die Welle nur noch relativ schwer drehen lässt. Um dieses Durchdrehmoment zu messen, gibt es spezielle Geräte wie dieses hier.
Ich hab mir vorher nach Gefühl gemerkt, wie schwer sich die Welle beim neuen Diff gedreht hat und dann versucht, das in etwa wieder so hin zu kriegen.
Nach ein paar Kilometern Fahrt reduziert sich das Durchdrehmoment, sodass sich die Welle wieder leichter drehen lässt.
Danach verlief der Aufbau der zweiten Sperre genau so wie bei der ersten:

Viele Grüße,
Tim
Der Teufel fährt Lada.
Lada Niva 1600, EZ 02/1991, ca. 31.000 km, AHK Safari / Zebra - Dekor
Lada Niva 1.7 MPI, Bj. 2005, ca. 24.000 km, AHK
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Hallo,
als nächstes wird eins der Sperrdifferentiale in das Protrack-Stahlgehäuse für vorne eingebaut.
Vorher gibt es noch ein paar Vorarbeiten zu tun. Zum Beispiel das Entfernen der roten Farbe von der Dichtfläche. Ich habs mit Borhmaschine und Drahtbürste gemacht:

Dann haben in den Schellen, mit denen das Gehäuse am Stabi befestigt wird, die Löcher von den Nippel des Gummis gefehlt. Die hab ich noch gebohrt:

dann ist mir aufgefallen, dass das Differentialgehäuse (und die Dichtung) am Rand noch abgeschnitten/abgeschliffen werden muss
War das bei Euch auch so? Bei stekus z.B.?


Viele Grüße,
Tim
als nächstes wird eins der Sperrdifferentiale in das Protrack-Stahlgehäuse für vorne eingebaut.
Vorher gibt es noch ein paar Vorarbeiten zu tun. Zum Beispiel das Entfernen der roten Farbe von der Dichtfläche. Ich habs mit Borhmaschine und Drahtbürste gemacht:

Dann haben in den Schellen, mit denen das Gehäuse am Stabi befestigt wird, die Löcher von den Nippel des Gummis gefehlt. Die hab ich noch gebohrt:

dann ist mir aufgefallen, dass das Differentialgehäuse (und die Dichtung) am Rand noch abgeschnitten/abgeschliffen werden muss
War das bei Euch auch so? Bei stekus z.B.?


Viele Grüße,
Tim
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Lada Niva 1600, EZ 02/1991, ca. 31.000 km, AHK Safari / Zebra - Dekor
Lada Niva 1.7 MPI, Bj. 2005, ca. 24.000 km, AHK
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
ja, musste da etwas material abtragen um diff und gehäuse vereinen zu können.
bei mir leckt das gehäuse (in fahrtrichtung) link an der unteren schraube für die steckachse öl an der schraube vorbei ins freie (das loch geht bei mir durch ins gehäuse rein). werde ich nochmal zerlegen müssen und abdichten.
bei mir leckt das gehäuse (in fahrtrichtung) link an der unteren schraube für die steckachse öl an der schraube vorbei ins freie (das loch geht bei mir durch ins gehäuse rein). werde ich nochmal zerlegen müssen und abdichten.
Lada Niva 1.9D '95 (Protrack Stahlgehäuse VA-Diff, Radlager XXL) / Artic cat '11 CRF 800 LTD / Yamaha Venture 700 triple '98 / Barossa AAM170 250cc '04
Hilsen fra Norge!
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
DEN Spruch haste jetzt aber von mir geklaut.... 
Diese rote Farbe ist doch eh nur Spraydosenlack, auf das blanke Eisen..,so sieht das jedenfalls aus. Wäre es nicht schlau, das ganze Teil vor dem Einbau mal vernünftig zu Lackieren??
Diese rote Farbe ist doch eh nur Spraydosenlack, auf das blanke Eisen..,so sieht das jedenfalls aus. Wäre es nicht schlau, das ganze Teil vor dem Einbau mal vernünftig zu Lackieren??
Niwa 2121, 1600er, Bj 92 ,klein und grün..
UAS 452 T2,BJ 89 ,Groß und grün..
VW 181, BJ 71
Volvo 940 Automatik, LPG
UAS 452 T2,BJ 89 ,Groß und grün..
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Hallo,
Danke erst mal für die Antworten. Ich muss das Gehäuse dann wohl abschneiden. Das mit der Ausrichtung werd ich auch machen.
Ja, insgesamt ist die Verarbeitungsqualität nicht sooo toll. Bei der Sperre war bei einem Ausrückring der Fräser abgerutscht (beeinträchtigt die Funktion nicht) und das vordere Stahlgehäuse sieht auch wie gebastelt aus durch das Aneinandersetzen von vielen geraden Blechen statt einer Rundung. Und wie man sieht, muss man noch unnötige Vorarbeiten machen, wie die Dichtfläche reinigen und Löcher für die Gumis bohren. Na ja, aber immerhin scheinen die Sachen stabil zu sein.
Ich über streiche das Gehäuse später noch schwarz mit Brantho 3in1, vor allem auch, damit es dem TÜV nicht so auffällt.
Viele Grüße,
Tim
Danke erst mal für die Antworten. Ich muss das Gehäuse dann wohl abschneiden. Das mit der Ausrichtung werd ich auch machen.
Ja, insgesamt ist die Verarbeitungsqualität nicht sooo toll. Bei der Sperre war bei einem Ausrückring der Fräser abgerutscht (beeinträchtigt die Funktion nicht) und das vordere Stahlgehäuse sieht auch wie gebastelt aus durch das Aneinandersetzen von vielen geraden Blechen statt einer Rundung. Und wie man sieht, muss man noch unnötige Vorarbeiten machen, wie die Dichtfläche reinigen und Löcher für die Gumis bohren. Na ja, aber immerhin scheinen die Sachen stabil zu sein.
Ich über streiche das Gehäuse später noch schwarz mit Brantho 3in1, vor allem auch, damit es dem TÜV nicht so auffällt.
Viele Grüße,
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Lada Niva 1600, EZ 02/1991, ca. 31.000 km, AHK Safari / Zebra - Dekor
Lada Niva 1.7 MPI, Bj. 2005, ca. 24.000 km, AHK
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Hi Tim,
gibt's schon neuigkeiten? hast beide sperren schon testen können?
bezüglich gehäuse vorderachsdiff:
danke für deine ehrliche einschätzung! hab selber ein gehäuse fürs vorderachsdiff vom rolf gekauft. das ist super verarbeitet, nur leider hab ich nicht so die möglichkeiten bezüglich schweißen und justieren. aber irgendwann kommt das bei mir vorne rein.
gibt's schon neuigkeiten? hast beide sperren schon testen können?
bezüglich gehäuse vorderachsdiff:
danke für deine ehrliche einschätzung! hab selber ein gehäuse fürs vorderachsdiff vom rolf gekauft. das ist super verarbeitet, nur leider hab ich nicht so die möglichkeiten bezüglich schweißen und justieren. aber irgendwann kommt das bei mir vorne rein.
Gruß
Stephan-Der Schmiernippelabfahrer, Bolzenabreißer und "Bergeanker" für 2 Defender
sowie Pütnitz-Überlebender 2011
"Wer langsam fährt, wird länger gesehen."(geklaut beim Hobbit)
Niva Bj. 11/09 "Zwischenmodell" mit Oil of Olaf
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Hallo,
leider gibt es noch fast keine Neuigkeiten.
Ich habe mittlerweile das vordere Diff komplett in das Stahlgehäuse eingebaut (Bilder stell ich bei Gelegenheit mal noch ein).
Es ist also alles bereit für den Einbau ins Auto, aber eingebaut ist noch nichts. Es sind ein paar Sachen dazwischen gekommen. Erst war das Wetter lange Zeit schlecht, danach ist der Niva gebraucht worden, um Brennholz-Nachschub zu beschaffen, dann musste bei uns zu Hause ein Zimmer vorbereitet werden, um meine Oma daheim zu pflegen und so weiter.
Bei uns dauert der Einbau ja bestimmt etwas länger und deshalb bräuchten wir mal so zwei, drei Tage am Stück Zeit dafür. Wir müssen die beiden Sperren ja zusammen einbauen, weil sich die Übersetzung ändert.
Es wird aber definitiv weiter gehen und ich stelle die Ergebnisse ein. Ich bin echt mal gespannt, wie die selbst eingestellten Diffs so laufen. Die Sperrenbetätigung sollte problemlos funktionieren, die konnte ich ja so schon testen. Aber auf die Laufruhe, bzw. auf die Geräusche bin ich gespannt.
Viele Grüße,
Tim
leider gibt es noch fast keine Neuigkeiten.
Ich habe mittlerweile das vordere Diff komplett in das Stahlgehäuse eingebaut (Bilder stell ich bei Gelegenheit mal noch ein).
Es ist also alles bereit für den Einbau ins Auto, aber eingebaut ist noch nichts. Es sind ein paar Sachen dazwischen gekommen. Erst war das Wetter lange Zeit schlecht, danach ist der Niva gebraucht worden, um Brennholz-Nachschub zu beschaffen, dann musste bei uns zu Hause ein Zimmer vorbereitet werden, um meine Oma daheim zu pflegen und so weiter.
Bei uns dauert der Einbau ja bestimmt etwas länger und deshalb bräuchten wir mal so zwei, drei Tage am Stück Zeit dafür. Wir müssen die beiden Sperren ja zusammen einbauen, weil sich die Übersetzung ändert.
Es wird aber definitiv weiter gehen und ich stelle die Ergebnisse ein. Ich bin echt mal gespannt, wie die selbst eingestellten Diffs so laufen. Die Sperrenbetätigung sollte problemlos funktionieren, die konnte ich ja so schon testen. Aber auf die Laufruhe, bzw. auf die Geräusche bin ich gespannt.
Viele Grüße,
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
So dann bring ich das mal auf den aktuellen Stand.
Damit das Differential an das Stahlgehäuse geschraubt werden kann, muss der Flansch am Diff etwas abgeschliffen werden. Wir haben versucht, so wenig wie möglich weg zu nehmen und rund um die Schraubenlöcher noch etwas Material stehen zu lassen. Laut einem Hinweis von Stekus ist das Protrack-Gehäuse um die Gewindebolzen nicht dicht (da sind nur Schrauben von hinten reingesteckt und mit einen Punkt festgeschweißt). Wenn man dann an den Schraubenlöchern so viel wegschleift, dass die Schraubenlöcher zur Seite hin offen sind, kann die Dichtung nicht mehr abdichten.

An dieser Stelle innen im Protrack-Gehäuse mussten wir auch noch etwas schleifen, damit alles passt:

Schließlich braucht das Protrack-Gehäuse auch ein Entlüftungsventil. Dazu hat es ein Gewinde in der gleichen Größe wie für den Luftanschluss der Sperre (1/4 Zoll).

Problem:
1. Der Entlüfter am original Lada-Vorderachsdiff hat kein Gewinde und sitzt im Alugehäuse in einer Presspassung (man könnte aber 1/4" Außengewinde draufschneiden, wenn man den passenden Gewindeschneider hätte).
2. Der Entlüfter an der Lada-Hinterachse hat ein kleineres Gewinde, passt also auch nicht.
Individuelle Lösung: Zufällig hatten wir von einer alten Waschmaschine eine Gewindehülse, die perfekt als Adapter für den kleineren Hinterachsentlüfter passt:

Auf dem folgenden Bild sieht man das Differential mit neuer Dichtung und Dichtmasse und Sicherungsmuttern angeschraubt. Ölablass und Öleinfüllschraube kann man vom Lada weiterverwenden und ausnahmsweise passen die sogar:

Anstrich mit Brantho-Korrux in TÜV-Tarnfarbe:
Beim Eindrehen der Gewindebolzen an den Anschlüssen für die Antriebswellen links und rechts muss man noch mal darauf achten, dass man die längeren auf die richtige Seite schraubt:

Auch bei den Simmeringen darf man links und rechts nicht verwechseln, weil die Strukturierung sonst das Öl ins Freie fördert, statt zurück ins Gehäuse. (Beim 1600er waren die Ringe noch unstrukturiert und beidseitig passend.)

Geplanter Einbau ins Fahrzeug: Zusammen mit der Einweihung des Berliner Flughafens.
Mein Vater hat jetzt noch Holz ersteigert, das bis August gemacht sein muss - währenddessen will er das Auto nicht still legen.
Viele Grüße,
Tim
Damit das Differential an das Stahlgehäuse geschraubt werden kann, muss der Flansch am Diff etwas abgeschliffen werden. Wir haben versucht, so wenig wie möglich weg zu nehmen und rund um die Schraubenlöcher noch etwas Material stehen zu lassen. Laut einem Hinweis von Stekus ist das Protrack-Gehäuse um die Gewindebolzen nicht dicht (da sind nur Schrauben von hinten reingesteckt und mit einen Punkt festgeschweißt). Wenn man dann an den Schraubenlöchern so viel wegschleift, dass die Schraubenlöcher zur Seite hin offen sind, kann die Dichtung nicht mehr abdichten.

An dieser Stelle innen im Protrack-Gehäuse mussten wir auch noch etwas schleifen, damit alles passt:

Schließlich braucht das Protrack-Gehäuse auch ein Entlüftungsventil. Dazu hat es ein Gewinde in der gleichen Größe wie für den Luftanschluss der Sperre (1/4 Zoll).

Problem:
1. Der Entlüfter am original Lada-Vorderachsdiff hat kein Gewinde und sitzt im Alugehäuse in einer Presspassung (man könnte aber 1/4" Außengewinde draufschneiden, wenn man den passenden Gewindeschneider hätte).
2. Der Entlüfter an der Lada-Hinterachse hat ein kleineres Gewinde, passt also auch nicht.
Individuelle Lösung: Zufällig hatten wir von einer alten Waschmaschine eine Gewindehülse, die perfekt als Adapter für den kleineren Hinterachsentlüfter passt:

Auf dem folgenden Bild sieht man das Differential mit neuer Dichtung und Dichtmasse und Sicherungsmuttern angeschraubt. Ölablass und Öleinfüllschraube kann man vom Lada weiterverwenden und ausnahmsweise passen die sogar:

Anstrich mit Brantho-Korrux in TÜV-Tarnfarbe:
Beim Eindrehen der Gewindebolzen an den Anschlüssen für die Antriebswellen links und rechts muss man noch mal darauf achten, dass man die längeren auf die richtige Seite schraubt:

Auch bei den Simmeringen darf man links und rechts nicht verwechseln, weil die Strukturierung sonst das Öl ins Freie fördert, statt zurück ins Gehäuse. (Beim 1600er waren die Ringe noch unstrukturiert und beidseitig passend.)

Geplanter Einbau ins Fahrzeug: Zusammen mit der Einweihung des Berliner Flughafens.
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Da kannst auch nen Standard-Simmering nehmen...wie bei tausenden anderen Autos auch, sonst dürftest Du ja nie rückwärts fahren...

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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Warum machst du so ein Ventil dran wenn ein schöner Schlauch mitgeliefert wird den man zur Entlüftung nach oben in den Motorraum verlegen kann?
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Hallo,
Wenn man nen Standard-Simmerring ohne Struktur hat, kann man den nehmen. Aber die Lada-Ersatzteile, die man bei den bekannten Händlern so kauft, haben nun mal die Struktur und sollten nicht auf die falsche Seite.
Zur Entlüftung: ich dachte der mit gelieferte Schlauch wäre als Außenhülle zum Schutz der Luftleitung gedacht,umso wie Funix das in seinem Einbaubericht gemacht hat. Eine Anleitung,wie das gedacht ist, war da nicht dabei und hab ich auch online nicht gefunden.
Viele Grüße,
Tim
Wenn man nen Standard-Simmerring ohne Struktur hat, kann man den nehmen. Aber die Lada-Ersatzteile, die man bei den bekannten Händlern so kauft, haben nun mal die Struktur und sollten nicht auf die falsche Seite.
Zur Entlüftung: ich dachte der mit gelieferte Schlauch wäre als Außenhülle zum Schutz der Luftleitung gedacht,umso wie Funix das in seinem Einbaubericht gemacht hat. Eine Anleitung,wie das gedacht ist, war da nicht dabei und hab ich auch online nicht gefunden.
Viele Grüße,
Tim
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Re: Instandsetzung Hinterachse und Einbau Sperre
Hab das bei mir folgendermassen gemacht:
Da liegt so ein Gewindedingens bei auf das der Schlauch drauf passt (das Gewinde hat glücklicherweise die passenden Maße für das Loch oben am Gehäuse). Schlauchklemme liegt auch praktischerweise bei. Also alles zusammengetüddelt und ins Loch gedreht (mit Gewindeklebeband abgedichtet). Das andere Ende vom Schlauch nach oben zum Bremskraftverstärker gelegt und dort zwei mal herumgewickelt. So kommt Luft rein und raus, Feuchtigkeit bleibt aber in der Windung liegen ...
Da liegt so ein Gewindedingens bei auf das der Schlauch drauf passt (das Gewinde hat glücklicherweise die passenden Maße für das Loch oben am Gehäuse). Schlauchklemme liegt auch praktischerweise bei. Also alles zusammengetüddelt und ins Loch gedreht (mit Gewindeklebeband abgedichtet). Das andere Ende vom Schlauch nach oben zum Bremskraftverstärker gelegt und dort zwei mal herumgewickelt. So kommt Luft rein und raus, Feuchtigkeit bleibt aber in der Windung liegen ...
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