Rostbekämpfung und Modifizierungen

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powdersnow
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von powdersnow »

Danke für den Link!

Setze ich 500N als zu übertragende Querkraft ein ergibt sich eine Klemmkraft von 2500N bei geschmierten Stahl und 833-1666 N bei trockenem Stahl.

Haftreibwert hab ich von hier: klick

Bild



Gruß Jakob
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Anderle
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von Anderle »

Hallo Jakob,

hinter der ganzen "Formelei" steckt ein Faktor von ca. 3!!!

Einfache Haftreibungsformel:

Fr = mü x Fn

Die Reibungskraft kannst du gleich Ftangential nennen; Fn = Klemmkraft
Unter der Annahme, dass mü bei Stahl-Stahl (trocken) gleich 0,3 ist;
bei Stahl-Stahl (geschmiert) gleich 0,1

Ft = mü x Fkl

Gedankenspiel (math. nicht korrekt wg. Dim.)

Ft (trocken) = 0,3 x 100% = 30 %
Ft (geschmiert) = 0,1 x 100% = 10 %

Du kannst also bei einer "geschmierten" Verbindung nur rund 1/3 der Kraft übertragen bzw. musst du entsprechend mehr Klemmkraft aufbringen.
Auf (hoch-)belasteten Schraubverbindungen hat Fett eigentlich überhaupt nichts verloren.

Gruß

Andy
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Defence
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von Defence »

+
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wLADAmir
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von wLADAmir »

Anderle hat geschrieben:Du kannst also bei einer "geschmierten" Verbindung nur rund 1/3 der Kraft übertragen bzw. musst du entsprechend mehr Klemmkraft aufbringen.
Auf (hoch-)belasteten Schraubverbindungen hat Fett eigentlich überhaupt nichts verloren.

Gruß

Andy
Technik Maschinenbau war bei mir in 1984 zu Ende - danke an Anderle für den Haufen Formeln und die Zusammenfassung, die meine Erinnerung etwas aufgefrischt haben.
@ Beddong: Das Argument, das Fett würde durch das Anpressen zu Seite fliessen und so an ein par Punkten für genügend Haftreibung sorgen, kann zumindest bei den Fettbändern nicht greifen.
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Niva L Bj 1990: Der Blaue Blitz, mit Voltyre laut wie die Sau, "brakes like a duck on a frozen lake"
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Beddong
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von Beddong »

Moin wLADAmir,

das mit dem fettgetränkten Gewebeband ist mir erst jetzt aufgefallen, sorry Fehler meinerseits. Absolut suboptimal. Nur Fett oder Öl macht allerdings bei den Blechteilen wirklich keinen Unterschied, es bringt halt nur nix.

Gruß Andy
Warum einfach, wenn´s auch richtig geht!
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wLADAmir
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von wLADAmir »

Dann sind wir da einig. Ich weiß aus Erfahrung, daß ein Hauch Öl unter Verbindungen (zB beim VTG) Korrosion verhindert und keinen negativen Effekt hat. Dick MS oder so würde ich da jedoch nicht auftragen. Soll halten, gelle .v.
Zuletzt geändert von wLADAmir am 22. August 2015, 08:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Beddong
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von Beddong »

Den letzten Satz musst Du mir bitte Übersetzen. .,.
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wLADAmir
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von wLADAmir »

fat finger fuckup!
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powdersnow
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von powdersnow »

So sah das Fettband nach Demontage heute aus:

Bild

Viel trägt es verschraubt nicht auf, aber Metall auf Metall sieht anders aus. Eine Frage dazu noch, wie rechnet man gestrichenen Stahl? Also wenn Auflagefläche (wie in diesem Fall) so groß ist das der Lack nicht "weggefrückt" wird?

Bild

So der Unterboden wo das Fettband anlag:

Bild

Fettband wird nur noch an Verschraubungen ohne nennenswerter Querbeanspruchung benützt.


Themenwechsel.... nicht immer ist alt besser :!: :shock: o.. (,..

War sehr überrascht, denn diese alten Längslenker hatte ich extra aufgehoben da sie vermeintlich stabiler wirkten. Doch der Schein trügt, Materialstärke ist deutlich schwächer als bei neuen Lenkern.

Bild

Einer der alten Lenker war unterm Gummi (!) durchgerostet, ein Loch zum Hohlkörper ist endstanden. Aus diesem kamen Unmengen an Rostschuppen :roll:

Bild

Ich werde die neuen Lenker mit mittiger Aussteifung ergänzen, neue Gummis und Schrauben liegen schon bereit.

Bild


... bald hab ich auch das Material fürs Lenkdreieck (oder wie heißt so ein Trilink zu deutsch?) :

Präzisionsstahlrohr ST35, RD 38 x 3 mm 8)
wLADAmir hat geschrieben:fat finger fuckup!
MS? _..,



Gruß Jakob
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wLADAmir
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von wLADAmir »

powdersnow hat geschrieben:Einer der alten Lenker war unterm Gummi (!) durchgerostet, ein Loch zum Hohlkörper ist endstanden. Aus diesem kamen Unmengen an Rostschuppen
DAnke für den HInweis, das muß ich beim Heinrich auch prüfen. Die Gummis der Längslenker sind ja sichtbar mürbe, da wird der Stahl nicht besser sein fürchte ich.
wLADAmir hat geschrieben:fat finger fuckup!
powdersnow hat geschrieben:MS? _..,
Gruß Jakob
Das wäre ein "greasy finger" Ein fat finger bedeutet einfach nur, daß der Finger zu dick / breit für eine einzelne Taste war.

Wo ich Dich gerade dran habe und Dein Niva so schön auf der Seite liegt: Schon mal überlegt die lange Bremsleitung und den LAD zu tauschen? Beim Heinrich waren die in einem fürchterlichen Zustand.

Gruß,

Tobias
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powdersnow
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von powdersnow »

wLADAmir hat geschrieben:...der Finger zu dick / breit...
Probier das mal:
Bild
:mrgreen: :mrgreen:
wLADAmir hat geschrieben:Schon mal überlegt die lange Bremsleitung und den LAD zu tauschen?
LAD evtl., ist aber noch nicht alt. Leitungen sind alle vor zwei (?) Jahren neu gekommen, die sehen noch aus wie neu. uuuu



Gruß jakob
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von wLADAmir »

powdersnow hat geschrieben:LAD evtl., ist aber noch nicht alt. Leitungen sind alle vor zwei (?) Jahren neu gekommen, die sehen noch aus wie neu.
Gruß jakob
Ich bin beruhigt, danke!
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powdersnow
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von powdersnow »

Das Drehgestel zu basteln war eine sehr gute Entscheidung. Es bietet sehr viele Vorteile und ist relativ einfach her zu stellen.

Die wichtigsten Vorteile sind:

- sicheres Arbeiten, egal in welcher Lage
- komforatbles Arbeiten, man dreht stehts so das der Arbeitsbereich in der richtigen Höhe+ Neigung (das kann auch keine noch so teure Hebebühne!) liegt
- hilfreich für eine vielzahl an Arbeiten, sei es auch nur die gründliche Hohlraumspülung nach Geländeeinsatz

Ich kann Niva mit einer Hand drehen, der Schwerpunkt liegt jetzt fast optimal, ändert sich aber mit jeden entfernten/ ergänzten Bauteil. Besser wäre wenn man die Lagerung Höhenverstellbar macht. Zb mit zwei Stahlplatten die per Langlöcher und vier Bolzen variabel eingestellt werden können, ist nicht aufwändig zu machen.
Egal wie stabil das Drehgestell ist, Niva fängt beim Arbeiten zum Schaukeln an. Einfache Abhilfe ist stets mind. eine Seite mit einem Holz zu unterstellen, so fängt man das störende Schaukeln gänzlich ab.

Billiger als eine Hebebühne, praktischer als eine Grube und noch dazu transportabel, Drehgestell ist uuuu


Gruß Jakob
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powdersnow
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von powdersnow »

Voll eingefedert:

Bild

Bild

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Nicht viel Luft, aber so weit staucht es auch nur im Äußersten ein. Und immer noch mehr Luft als wie Hinten wenn voll verschränkt (,..

(fast) Voll ausgefedert:

Bild

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Zusatzfeder bekommt ein Widerlager aus einem 80mm Stahlrohrstückchen. Bisher hat die Feder einfach auf den Gummistempel gedrückt, auf Dauer ist das nix.

Bild


Gruß Jakob
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powdersnow
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Re: Rostbekämpfung und Modifizierungen

Beitrag von powdersnow »

Niva fährt schon wieder!

... aber nicht aus eigener Kraft und nur paar Meter für Motorausbau:

Bild

Bild

Einen Teil dieses neuen Hohlraumes werde ich zum Motorraum hin öffnen:

Bild

Als nächstes wird der letzte verbleibende Bereich rostbehandelt und wo nötig geschweisst- der Motorraum.



Gruß Jakob
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