Zu erwähnen ist noch das die auf den Bildern oft zu sehenden Stromleitungen auch noch aus der Udssr stammen, und längst an einigen Stellen unterbrochen sind. Foto usw. laden klappte trotzdem, und bis ca. 23 Uhr flackerlten auch ein paar Leds vom Blafon. Alles Dank Solarzelle und zwei Bootsbatterien.
Noch am Abend wurde nach heftiger Diskussion ein zusätzliches Fahrzeug gesucht und gefunden. Ein großer Landcruiser, also gute 10 Klassen besser als ein funktionierender Starex wäre, kam extra noch angereist.
Da der Automatikstarex gerade so noch fahrbar ist- ohne Zuladung- ist der Plan das der arme Serik ("Dolmetcher" aus Kirgistan) alleine nach Dushanbe vor fahren soll um, mal wieder, allerlei richten zu lassen.
Kaltstart klappte tatsächlich nach ca. 90 Sekunden Dauerorgeln.
Mit der Untersetzung klappte es dann doch noch... gerade so. Die leichte Auffahrt zur Straße hin klappte erst beim zehnten Versuch, mit vieeeel Anlauf.
So begab sich Serik auf den Weg, mit dem selben Tagesziel wie wir, aber früher startend.

Streckendaten: 272km, Aufsteigend: 2870m, Absteigend: 3056m (Daten auch bei den ersten Tagen ergänzt

Anfangs gehts dem See entlang, jetzt am Morgen tief blau gefärbt.

Blick zurück, wie auch am Bild zuvor sieht man gut den für viele wieder vorbildlich gewordenen Meterhohen Stacheldrahtzaun zur Grenzbufferzone hin. Für die große Tierwelt, von Bär bis Wolf, ja und auch dem Pamir- Argali (gerne auch Marco Polo Schaf genannt) nicht sehr praktisch. Es gibt aber inzwischen immer wieder aufgeschnittene offene Stellen.

Ein wunderbarer Morgen
Ganz im Gegensatz zu Gestern fast windstill und gute Fernsicht.


Leider habe ich noch immer die selbe Kamera, inzwischen viel zu staubig innendrin. Das schluckt auf vielen Fotos Farbe.

Der gute Firdaus neben seinem Toyota. Auch er hatte uns spontan seine Hilfe zugesagt und ist 1400km von Dushanbe angereist. In viel zu kurzer Zeit, so kämpft er den ganzen Pamir hindurch mit der Höhe und verkühlt sich.
Der "kaputte" Starex ist inzwischen schon am Pass oben angekommen, ohne Probleme. Das große Glück ist das hier keine Serpentinen sind, man also stets über 2000 U bleiben kann.

Ein letzter Blick auf den beeindruckenden Karakulsee.

Um Platz zu schaffen bin ich sehr gerne bei Firdaus mitgefahren.

Als Beifahrer Faradyn, unser tajikischer Dolmetscher den ich wie Serik schon von 2015 kannte, so gab es viel zu reden.

Die Straße ist hier fast drei Spuren breit, die zu sehenden Wellen sind auf der gesamten restlichen Breite stärker ausgeprägt. Da bleibt, je nach Fahrzeug, nur ganz langsam, oder darüber hinweg zischen. Was der perfekt gepflegt dastehende Landcruiser macht ist klar, wir mit toten Federn hinten und vier sterbenden Stoßdämpfern mit abgefahrenen Winterreifen fuhren wie betrunken umher, und fanden doch selten Schlupflöcher. Über 50km/h kommen wir selten mal, und immer nur ganz kurz.
Immer wieder Yaks nahe der Straße, an den Hängen rundum sogar meistens.

Vom aussehen stehen die Yaks für mich deutlich über den unsrigen feinen Muhkulis...

... doch der Geruch ist schon so richtig gewöhnungsbedürftig. Es ist inzwischen wieder richtig windig, doch auch 50 Meter gegen den Wind hat man die Herde deutlich in der Nase. Vor allem da es hier quasi nie regnet, nur im Winter ab und zu bissl Pulver, sind die äußerst voluminösen Felle der Yaks gute Geruchsträger...

... trifft auch auf viele Hunde hier zu. Zum Schwimmen reicht das Wasser hier selten, und in den salzigen Karakulsee geht kein Yak freiwillig.

Links an den Hängen haltet sich noch der nächtliche Neuschnee.

An den Hängen mit direkterer Strahlung hält sich der Neuschnee noch nur auf Gletscherunterlage.

Neben den ewigen Kilometern mit Wellblechbelag gibt es immer wieder irgendwann mal unterpülte Brücken, oder Hangrutschungen welche umfahren werden. So entsteht mit der Zeit automatisch eine Ersatzstraße.

Im ganzen Pamir dürfte es nur eine Hand voll schweres Gerät geben, echte Straßenmeisterei, wie zB im vergleichbaren Ladakh/ Indien oder Hunza/ Pakistan sehr präsent, sucht man hier vergeblich.


Hier wird noch gewartet mit dem Abbau der Yurten, erst wenn der Strom an Radfahrern abebbt wird dieses Home Stay Inn umgesiedelt.

Auch Wüstenlack ist im Pamir vertreten, an wingeschützten Stellen besonders trockener Vorberge.

Pamir ähnelt topografisch am ehesten Tibet, von diesen völlig vergletscherten Hochebenen gingen die großen Auslassgletscher, viele hunderte Kilometer lang, aus. Die gesamte Landschaft ist also, wie auch in bei uns, auf die Eiszeiten zurück zu führen... von riesigen Seen in Meteoritenkratern mal abgesehen.

Diese feinen Rampen möchte ich nirgends in der ehemaligen udssr missen müssen.

Auch wir erreichen den Pass, jetzt folgt noch der letzte Sattelanstieg.


Suchbild wäre falsch, mehr ein Bildschirmtestbild. Wer hier den im folgenden Bild zu sehenden Jeep findet hat womöglich auch Adleraugen.


Wir kommen dem frischen weißen Gold immer näher



Prompt ganz kurz vor unserer Passbezwingung kommt uns ein Niva entgegen. So schnell das ich ihn trotz schneller Reaktion kaum noch fotografieren konnte.

Mit 4655 einer der höchsten Pässe der Welt, und er Höchste der Udssr.

















































































































































































































